Teneriffa - Barbados
17.-18.11.09 - Besteigung Pico de Teide
21.11.09 - auslaufen Santa Cruz de Tenerife
06.12.09 - Nikolaus und Atlantiktaufe
11.12.09 - "Land in Sicht!", einlaufen Bridgetown (BARBADOS)
17.12.09 - Captain's Dinner
auf dem Weg zum Gipfel des Pico de Teide
27.11.
Mit durchgehenden 6,5 Knoten laufen wir bei 4-5 Beaufort in Richtung Barbados. Der beständige Passat bringt uns Meile um Meile weiter. Nur können wir leider nicht direkt Kurs auf die östlichste Insel der Kleinen Antillen nehmen, sondern strecken unseren Bug entweder in Richtung Feuerland oder nach Grönland. Jeden zweiten Tag fährt die Unterrichtsgruppe um 8:00 eine Halse.
30.11. - 10. Seetag
Langsam erst wird mir bewusst, was es heißt, mehrere Wochen lang auf See zu sein. Wir pflügen durch das Meer. Werden von den aus achtern kommenden Wellen zusätzlich vorangeschoben, der
Äquatorialstrom bringt uns nochmal eine Knoten schneller voran. Fast rund um uns herum sind weiße Schaumkronen, fantastisches Segelwetter. Der Passat weht konstant mit tagsüber meistens 5 Bft,
gegen Abend werden es dann 4. Ein blauer Himmel spannt sich über uns und die Weite des Atlantiks. Es ist wunderbar, einfach nur auf den Segelsäcken zwischen den beiden Masten zu liegen, die
Segel zu betrachten und die Atmosphäre aufzunehmen.
Wir kommen gut voran. Morgen oder übermorgen können wir Halbzeit feiern. Wenn wir diese Geschwindigkeit beibehalten, wären wir in 10 Tagen in Barbados. Langsam werden wir an das tropische Kima herangeführt. Die Mittagssonne knallt schon richtig herunter und bei der Nachtwache braucht man höchstens noch einen Pullover.
Langsam erst wird mir bewusst, was es heißt, mehrere Wochen lang auf See zu sein. Wir pflügen durch das Meer und werden von den aus achtern kommenden Wellen voran geschoben. Mit durchgehend 6 Knoten Fahrt laufen wir bei 4-5 Beaufort in Richtung Barbados. Der beständige Passatwind aus Nord-Ost bringt uns Meile um Meile weiter. Nur können wir leider nicht direkten Kurs auf die östlichste Inseln der Kleinen Antillen nehmen, sondern strecken unseren Bug entweder für mehrere hundert Meilen in Richtung Feuerland oder nach Grönland. Fast überall um uns herum sind weiße Schaumkronen auf den Wellen zu sehen. Ein blauer Himmel spannt sich über uns und den weiten Atlantik. Kleine Cumulus-Wolken werden vom Wind hin und her getrieben und verändern durchgängig ihre Form.
07.12.
Obwohl sich eigentlich alles täglich wiederholt, ist doch kein Tag wie der andere. Gestern, am 6. Dezember, war bekanntermaßen Nikolaus. Isa und ich sind um 4:00 aufgestanden und haben erst einmal das Fleisch für den sonntäglichen Schweinebraten ausgefroren, wobei wir gemerk haben, dass Lothar seinen Stiefel vor seine Kammertür gestellt hatte. Daraufhin mussten wir unsere natürlich auch rausstellen... Dann ging es ans Brötchen backen. Drei Teige à 1kg Mehl. Heute waren es NIkolausstiefel, die wir anstelle der Brötchen geformt haben. Sie kamen ziemlich gut an. Und für die braven Leute, die Stiefel rausgestellt hatten, gab es einen gebackenen Stiefel mit Schokolade gefüllt. Sehr délicieux. Zwischendurch haben wir noch vier Brote in den Ofen geschoben. Den ganzen Vormittag haben wir geackert, richtig geschuftet. Schweinebraten mit Kartoffeln und Rotkohl - und das bei etwa 30°C....
09.12.
Heute haben wir die erste Klausur an Bord geschrieben. Spanisch. War sehr viel einfacher als ich erwartet hätte. Inzwischen bin ich wieder gut in das Lernen reingekommen. Das halbe Schiff hat gestern bis spätabends gelernt, nach einer Schülerversammlung saßen abends immer noch Leute mit Spanischbüchern in der Messe.
Gestern nachmittag habe ich das erste Mal mit dem Sextanten die Sonne geschossen. Die Sonne einfangen, dann erscheit sie als gelber Punkt auf der Mattscheibe, dann zieht man den Sextanten nach unten. Gleichzeitig zieht man mit der anderen Hand die Skala mit den Gradzahlen nach oben, bis der untere Rand der Sonne auf der Kimm steht. Mein gemessener Wert wich nur 0,5sm ab von unserem wirklichen Ort.
Heute ist der 20. Seetag. Ich kann kaum glauben, dass die drei Wochen der Atlantiküberquerung schon so gut wie vorbei sind. Am Freitag sollen wir in Barbados ankommen. Die Zeit ist so schnell rumgegangen. Von Langeweile keine Spur. Dafür gibt es einfach zu viel zu tun. 8 Stunden Wache am Tag, 9 Stunden Unterricht am nächsten Tag, dazwischen essen, schlafen , lesen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich schon ankommen möchte.
11.12.
Man kann Barbados schon bei kleinem Maßstab auf der Karte sehen. Meter um Meter und Meile um Meile schiebt sich der Bug der Johnny durch den Atlantik. Mächtige Wellen schieben von hinten und
lassen unser Schiff ziemlich von der einen Seite auf die andere schaukeln. In wenigen Stunden soll vor uns Barbados auftauchen, heute Abend werden wir die Insel erreichen. Dann sind wir in
Amerika, unglaublich! Bis dahin haben wir aber erst noch mal 4 Stunden Unterricht und dann den Nachmittag komplett frei, das hatte ich noch nie ;-) Um 10:00 werden wir noch eine Halse fahren,
vermutlich die letzte auf diesem Abschnitt der Reise.
Barbados!!
Lina Rixgens

