GER 40 - Internationale Deutsche Meisterschaft
Kiel-Schilksee, 5 Knoten aus Süd, die Förde liegt noch im morgendlichen Nebel und die Anzahl der Segel, die sich auf den Weg zum Startschiff machen, nimmt zu. Normalerweise ist das Olympiazentrum Schilksee der Inbegriff großer Veranstaltungen, angespannter, hektischer Regatta-Atmosphäre und Slipanlagen voller Boote. Man denkt an die Kieler Woche, den Goldenen Opti oder das Young Europeans Sailing.
Doch jetzt, vom 24.-26. September, findet hier die Internationale Deutsche Meisterschaft 2010 der Europes und OK-Jollen statt. Auf der großen Wiese sind nur eine handvoll Zelte aufgebaut, beim Slippen entsteht kein Drängeln und das Gelände kommt einem beinahe leer vor.
69 Europe-Segler haben sich 2010 qualifiziert, viele Belgier und Dänen erweitern das Feld auf internationaler Ebene. Die ersten zwei Tage herrschen schwierige Wettfahrtbedingungen. Durch leichten Wind aus Süd wird das Feld während der Rennen oft durchgemischt. Der Sonntag bringt nun komplett andere Bedingungen: Über Nacht hat der Wind auf Nord-Ost gedreht, es regnet heftig und sowohl Wind, als auch eine unangenehme Welle bauen sich im Laufe des Tages weiter auf. Mit dem letzten Rennen dieser Meisterschaft werden die Ergebnislisten noch einmal durchgeschüttelt, doch der erste Platz ist Stine Paeper (Mühlenberger Segel-Club) schon vorher sicher. Sie gewinnt vor Sverre Reinke (WVBL Bremen) und Janika Puls (Lübecker Yacht-Club).
Die diesjährige deutsche Meisterschaft war jedoch mehr als nur eine Jahresmeisterschaft...
...mehr zu lesen gibt es in der Ausgabe 02/2011 der "segeln"
Kieler Woche 2010
Das größte Segelevent Deutschlands, die Kieler Woche, fand dieses Jahr vom 19.-27. Juni statt. Mehr als 1500 Teilnehmer aus vielen Nationen waren gekommen, um im ersten Teil der Regatta die Gewinner der olympischen Bootsklassen und im zweiten Teil die der internationalen Klassen zu ermitteln.
15 internationale Bootsklassen waren vertreten, die in den folgenden vier Tagen auf sieben Bahnen der Kieler Außenförde segeln würden.
Auch nach dem Skippersmeeting am Donnerstag morgen ließ der Wind auf sich warten. Alle Segler blieben bei schönstem Sonnenschein im Hafen des Olympiazentrums in Schilksee und warteten auf den erlösenden Abbruch aller weiteren Tageswettfahrten. Bereits nachmittags konnten wir uns auf den Weg in die Stadt machen, um dort das „Volksfest Kieler Woche“ kennen zu lernen: Viele Fressbuden, Junggesellenabschiede und laute Musik unterschiedlichster Art. An der Pier direkt im Zentrum lagen viele der Traditionsschiffer, die sich auf die Windjammerparade am Samstag vorbereiteten. Unter ihnen auch die Johann Smidt, auf der ich vergangenen Winter ein halbes Jahr lang von Hamburg nach Mitelamerika und zurück gesegelt war und der ich nun einen Besuch abstattete.
Der kommende Tag brachte bestes Segelwetter. Temperaturen um die 24°C und 3-4 Beaufort. Auf der Bahn Echo gingen neben 98 Europes -eingeteilt in zwei Gruppen- Contender und OK-Jollen an den Start. Wir schafften vier Wettfahrten. In der Europe-Klasse war das Feld sehr international geprägt; viele Dänen, Belgier, Tschechen und Polen waren da.
Für die verbleibenden zwei Regattatage wurde das Feld in eine Gold- und eine Silberfleet unterteilt. Wegen eines Frühstarts landete ich leider in Letzterer, sodass Jan und ich auch die kommenden Wettfahrten in der gleichen Gruppe segeln würden.
Während wir am Samstag auf unserer Bahn auf den Start warteten, war weiter unten in der Förde die Windjammerparade gestartet worden. Auf Höhe des Laboer Ehrenmals verließen die Schiffe langsam ihre Formation. Es war ein beeindruckendes Bild, wie immer mehr Traditionsschiffe unterschiedlichster Takelungen, Größen und Arten bei leichtem Wind auf die Außenförde hinaus segelten.
Wir schafften an diesem Tag nur eine Wettfahrt, bevor der Wind einschlief. Den letzten Abend der Kieler Woche ließen wir in Laboe am Strand ausklingen, von wo aus man einen schönen Blick auf den Hafen von Schilksee hat.
Am letzten Tag hatten wir beständigeren Wind und schafften noch einmal zwei Läufe, die ich beide Top 15 fuhr. Letztendlich reichte es in der Silberfleet für einen Platz im Mittelfeld für Jan und einen unter den ersten 20 für mich.
Die Kieler Woche ist durch ihre Vielfalt und Größe eine einzigartige Regatta und jedem, der die Möglichkeit hat, würden wir empfehlen, wenigstens einmal dabei gewesen zu sein!
Landesjugendmeisterin NRW
Am Samstag, 10. Juli 2010, wurde bei herrlichem Badewetter auf dem Königshüttesee zwar nicht gesegelt, jedoch eine Europe einem Belastungstest ausgesetzt: Wieviele Personen passen in eine Europe, bis sie randvoll im Wasser eintaucht. Oder: Wie kentert man die Europe mit einer Rolle rückwärts?
Am Sonntag kam dann doch noch der Wind, bei dem unter fairen Bedingungen in 3 Läufen die Offene Landesjugendmeisterschaft NRW gesegelt werden konnte.
Gesamtsieger der Regatta (mit 16 Teilnehmern) wurde Moritz Kuralt und damit Landesjugendmeister der Herren. Mit dem 6. Platz in der Gesamtwertung errang Lina Rixgens den Meistertitel der Damen.
Herzlichen Glückwunsch den Siegern und weiteren Platzierten!
von: Gösta Berg
Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft in Flensburg
Vom 28.-31.Juli 2010 wurde die diesjährige Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft auf der Flensburger Förde ausgesegelt.
An den Start gingen 74 Europes, darunter viele aus Belgien und Dänemark. An allen drei Regattatagen war viel Wind. --Zumindest für Europes. Am Freitag war es wirklich grenzwertig, der Wind wehte schon morgens mit 5 Beaufort und nahm während der 1. Wettfahrt auf gute 6-7 zu. Für viele zu viel Wind... Es gab einige Materialschäden. Die Wettfahrtleitung schaffte es pro Tag drei Rennen durchzuziehen und insgesamt war die Regatta super organisiert.
Der erste Platz ging nach Dänemark und mit dem zweiten Platz wurde Sverre Reinke erster Deutscher.
Lina Rixgens