Letztes Training des Jahres

Am 10./11.Dezember fand nun das letzte Wintertraining des Jahres 2011 statt. Wir wurden vom Duisburger Segel-Club (DSC) mit einem warmen und gemütlichen Clubhaus willkommen geheißen und konnten diese zwei Tage auf der Sechs-Seen-Platte bei Duisburg bestens nutzen.

Mit 8 Europes konnten wir nicht nur die geographischen Besonderheitem des Sees kennen lernen und uns mit den Eigenschaften der Winddreher dieses Binnenreviers vertraut machen, sondern auch Starts ohne Ende üben, Manöver weiter verfeinern und kleine Rennen fahren.

Gleichzeitig mit uns hatte auch das Sailing Optimist Team HaWei Training, sodass wir an Land und auf dem Wasser ein wenig Werbung für die Europe machen konnten und Opti-Eltern und -Seglern zeigen konnten, dass es nach der Zeit im Opti auch noch andere Möglichkeiten als Laser oder 420er gibt...

 

Erstes Wintertraining der Saison absolviert

Am vergangenen Wochenende (12./13.11.) waren wir das erste Mal in dieser Saison wieder auf einem Binnensee in NRW segeln... Auf dem Königshütte See bei Krefeld trainierten wir zwei Tage lang bei schon sehr eisigen Temperaturen, Samstag bei Sonne und guten 3 Bft, Sonntag im sich nicht lichten wollenden Nebel bei 1-3 Bft. Auf dem Programm standen Starts, Starts und noch mal Starts, dazwischen kurze Rennen, das Trainieren des vorausschauenden Segelns bei Winddrehern, sowie Rollwenden und -halsen. Nach genug Wendeduellen wird einem dann auch wieder warm... ;-)

Das nächste Training wird am 11./12.12. stattfinden, sofern der See dann noch eisfrei ist...

Beste Deutsche bei internationaler Regatta in Bordeaux

Vom 29.10. bis 1.11. fand in der Nähe von Bordeaux der 42. Grand Prix de l’Armistice statt. Der Cercle de la Voile de Bordeaux-Carcans-Maubuisson richtete auf dem größten Binnensee Frankreichs eine tolle viertägige Regatta aus, bei der zahlreiche Bootsklassen zwischen Opti, Europe, Finn, 470er und 505er an den Start gingen. Das Feld der Europes war das größte und wohl auch das internationalste! 105 Teilnehmer waren aus fünf Ländern angereist, um in zwei Startgruppen 10 geplante Wettfahrten auszusegeln – darunter 7 Deutsche. Von unserem Trainer Lars wurden Daniel, Sascha, Moritz, Arne, Lukas, mein Bruder Jan und ich, sowie fünf der belgischen Segler betreut, sodass wir eine schöne und gut funktionierende Gruppe beim Einsegeln, Austauschen und Besprechen hatten.

 

Die Regattatage waren gekennzeichnet von einem Hochdruckgebiet, welches zwar sonnige 20°C brachte, allerdings auch dafür verantwortlich war, dass die zu segelnden Wettfahrten nur sehr langsam zusammenkamen… Das Ergebnis des ersten Tages waren leider lediglich zwei verwartete Stunden auf dem Wasser und ein Startversuch. Keine besonders große Ausbeute. Am zweiten Tag ging es schon ein bisschen besser, sodass wir nachmittags einen Lauf bei leichtem Wind und daher schwierigen Bedingungen, über die Bühne bekamen. Am dritten Tag aber war uns der Wind besser gesonnen: bei 1-3 Beaufort schafften wir drei Läufe in beiden Gruppen.

Die Bedingungen waren sehr wechselhaft und der drehende Wind schaffte anspruchsvolle Rennen. Nachdem wir uns an diesem letzten Abend bei einer von der französischen Europe-KV ausgerichteten Feier noch ein wenig unter die Franzosen mischten und regionale Spezialitäten probieren durften, ging es am nächsten Morgen bei leichtem Regen noch einmal an die Startlinie. Diese Wettfahrt war ganz an der Spitze der beiden Felder stark von den Deutschen besetzt: In der einen Gruppe lieferten sich Daniel und Moritz ein interessantes Duell um den ersten Platz, bei dem sich Moritz‘ Bug letzten Endes doch einige Sekunden vor Daniels über die Ziellinie schob, in der anderen Startgruppe schaffte Luki einen tollen zweiten Platz. Die Mehrheit von „uns“ war also zum Abschluss der Regatta noch einmal sehr erfreut vom Wasser gekommen. Es war sehr schön zu sehen, wie gut es bei mir lief: So schaffte ich drei Top-ten Plätze, sowie einen 11. und als Streicher einen 16. Platz.

Bei der folgenden Siegerehrung wurde regionsbewusst eine Flasche Bordeaux-Wein an die Erstplatzierten (und 18-jährigen) übergeben… Die ersten fünf Plätze gingen wohlverdient nach Dänemark (1. Anna Livberg, 2. Frederik Rask, 3. Jacob Cholewa), das deutsche Team konnte sich in der Gesamtwertung nach fünf Wettfahrten wie folgt platzieren: 17. Lina, 18. Daniel, 22. Luki, 23. Arne, 30. Sascha, 34. Moritz, 60. Jan.

 

Der frühe Abend wurde für eine Fahrt an den nahen Atlantikstrand genutzt: eine tolle Atmospäre mit beinahe menschenleerem Strand, hohen Wellen, langsam untergehender Sonne,…

 

Wir blieben noch drei weitere Tage um zu trainieren. Direkt am Tag nach der Regatta kam das erwartete Tiefdruckgebiet und brachte nun wirklich herbstliches Wetter: 10°C, Regen, aber: Wind!! Bei 5-6 Bft konnten wir an den folgenden Tagen toll trainieren, Manöver und Techniken bei Starkwind üben und feststellen, was in den Wintermonaten noch alles verbessert werden sollte.

 

Nach sieben Tagen Segeln bleibt nun zu sagen, dass wir eine tolle Zeit im Süden Frankreichs hatten, mit Belgiern, Franzosen, Spaniern und Dänen neue Bekanntschaften gemacht und alte aufgefrischt haben und den größten Binnensee Frankreichs -3km vom Atlantik entfernt- von seinen unterschiedlichsten Seiten gesehen haben.

Ein großes Danke an Lars als Trainer, sowie an Bärbel, Hermann, Klaus-Peter und Franz als Shore-Crew!!

Internationale Deutsche Meisterschaft

Vom 30.09. bis 03.10.2011 fand die Internationale Deutsche Meisterschaft der Europe-Klasse, sowie die Europe-Masters am Dümmer See beim SCD statt. Nachdem zwei der drei Wettfahrtstage wegen des noch allzu sommerlichen Wetters und mangels Wind „verwartet“ werden mussten und die einzige gestartete Wettfahrt wieder abgebrochen wurde, setzte man den Start für den dritten Tag auf 08:00. Die 86 Teilnehmer segelten nun bei Wind zwischen 2 und 4 Windstärken fünf Wettfahrten aus; die Deutsche Meisterschaft ist gesichert. Das hohe Niveau des Feldes wurde neben dem beinahe kompletten deutschen WM-Team ergänzt durch WM-Teilnehmer aus Belgien, sowie durch vier Top-Segler aus Dänemark (u.a. der aktuelle Weltmeister Tobias Hemdorff, der Gewinner der Open Week 2011 Mathias Livbjerg, die Jugendeuropameisterin 2010 Anne-Line Lyngsö-Thomsen und den Segelmacher der Green-Sails Jorgen Holm). Nach einem anspruchsvollen Tag auf dem Wasser standen die Sieger der diesjährigen deutschen Meisterschaft, die gleichzeitig Qualifikationskriterium für die kommende WM ist, fest. Obwohl Damen und Herren zusammen starteten, wurden sie getrennt gewertet: Bei den Damen siegte Janika Puls (LYC) vor Anne-Line Lyngsö-Thomsen (Dänemark) und Mareike Siefker (SVH), bei den Herren konnte sich Mathias Livbjerg (Dänemark) vor Tobias Hemdorff (Dänemark) und Sverre Reinke (WVBL) durchsetzen. Die Europe-Masters, für Damen ab 30 und Herren ab 35 Jahren, wurden von Juliane Hofmann (PSV) gewonnen.

Ich persönlich startete leider mal wieder mit einem BFD in die Wettfahrtserie, konnte dies aber durch einen 4. und einen 3. (7. und 5. Platz gesamt) und zwei weitere recht akzeptable Läufe wieder gutmachen, sodass insgesamt ein 8.Platz bei den Damen für mich herauskam. Damit bin ich ziemlich zufrieden, ohne den Frühstart wäre es natürlich besser gewesen, aber das wissen wir ja bereits.....

Die IDM war bereits die zweite Europe-Meisterschaft in diesem Jahr beim Segler-Club-Dümmer. Erneut zeugte sie von bester Organisation und einer guten Wettfahrtleitung, leider jedoch auch von einem See, der inzwischen so weit verunreinigt ist, dass es nur noch bedingt Spaß macht, dort Wassersport zu betreiben. Wer segelt schon gerne auf einem schlammig-grünen Wasser, in dem ab und zu ein toter Fisch am Boot vorbeischwimmt und dessen Gestank inzwischen schon das ganze Ufer eingenommen hat.....? In Anbetracht dieser ökologischen Katastrophe sind die Leistungen des SCD-Teams umso höher zu bewerten. Wir Europe-Segler haben die Unterschriftenaktion der Wettfahrtgemeinschaft Dümmer an die Landesregierung in Hannover selbstverständlich unterstützt. Wir hoffen gemeinsam mit den Segelfreunden und Anrainern des Dümmers, dass die Landesregierung nun endlich reagiert, damit ab 2012 allen Besuchern der Dümmer-Region eine halbwegs intakte Natur präsentiert werden kann. Dann können auch in Zukunft solche Regatten wir diese Meisterschaft stattfinden.

Landesjugendmeisterschaft am Sorpesee

Der neue Landesjugendmeister von Nordrhein-Westfalen steht fest! Am 10./11.09.2011 fand am Sorpesee im Sauerland die diesjährige LJM im Rahmen der Iserlohner Glasenuhr statt. Nach vier Wettfahrten bei Bedingungen zwischen 1-4 Beaufort, Böen und Flaute, Regen und Sonne, stand am Sonntag nachmittag der Sieger dieser mit 15 Teilnehmern für "NRW-Verhältnisse" gut besuchten Regatta fest. Daniel Hagen (SLS) gewann den Titel und konnte sich vor Lukas Bußkamp (KSK) und Till Gusky (Bremen) druchsetzen. Ich belegte den 6.Platz und war damit erste Juniorin aus NRW. Dieses Jahr blieb zwar die Ehrung für die Mädchen aus und es gab lediglich eine Gesamtwertung, aber das ist ja nicht das Wichtigste. Die Regatta hat Spaß gemacht und es war toll, nach einer ja doch recht langen Pause nun wieder zu segeln!!

WM 2011 in Gravedona am Lago di Como (ITA), 05.-13.08.

--> für mich meine erste Weltmeisterschaft, die mir unglaublich viel Erfahrung, Motivation und einen 61.Platz gebracht hat (an den Frühstarts wird noch gearbeitet!)

Die diesjährige Weltmeisterschaft der Europes ist eröffnet!!

Nach fünf Tagen Open Week am Comer See folgten Anmeldung und Vermessung der Weltmeisterschaft. Gemeldet sind 73 Damen und 95 Herren aus den 13 Nationen Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal, Polen, der Tschechischen Republik, Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Neuseeland und Deutschland. Bei warmen Temperaturen, allerdings bei fortwährendem Regen, gingen alle die Vermessung an. Ohne schwerwiegende Probleme konnten die meisten diese bereits Samstag nachmittag beenden. Nachdem auch die letzten das Vermessen am darauffolgenden Tag erfolgreich hinter sich bringen konnten, fand am Abend die Eröffnungsfeier statt. Alle Nationen marschierten hintereinander in Teamkleidung und unter Ertönen der jeweiligen Nationalhymne auf eine Wiese in der Nähe des Clubs ein. Wegen der hohen Anzahl der schwedischen Segler wurde unter einigen die Bezeichnung einer "Schwedischen Meisterschaft mit internationaler Beteiligung" laut. Unter anderem der Bürgermeister Gravedonas, sowie Paul Deporter (von WINNER in Spanien) hielten Reden, anschließend wurde die Weltmeisterschaft 2011 offiziell für eröffnet erklärt.

 

Regen, kein Wind und Startverschiebung

Nach einer regnerischen Nacht zeigte sich auch am Morgen kaum ein besseres Bild: grauer Himmel, Wolken, Regen und KEIN Wind. Sowohl Coach-Meeting, als auch Teambesprechung und Einteilung der Herren in die Gruppen blau und rot (die Damen starten alle zusammen) fanden planmäßig statt, doch danach hieß es für den restlichen Tag nur noch Startverschiebung. Also: warten, warten, warten. Durch den bedeckten Himmel konnte sich keine Thermik aufbauen, sodass der See -abgesehen von den Kreisen der Wassertropfen- auch den Nachmittag über spiegelglatt blieb. Gegen 16:00 wurde dann komplett abgebrochen für diesen ersten Tag und statt der AP-Flagge wurde die "Pasta-Flagge" gesetzt - eine extra gemalte Flagge für die allabendliche Pasta-Party. Der Club schrieb dazu: "we hope to have the pastasciutta at the end of the races not instead of the races".

 

... immer noch keine Wettfahrten!!

Mit neuer Motivation und der Hoffnung nun heute endlich starten und segeln zu können, wurden heute morgen die Boote aufgebaut und die allmorgendliche Besprechung angegangen. Der für 12:00 angesetzte Start musste aber leider verschoben werden. Obwohl sich das Wetter freundlicher gestaltete als am Tag davor und sogar die Sonne schien, konnte sich so früh noch keinerlei See-Thermik aufbauen. Also vertrieben wir uns die Zeit mit Sonnen oder im-Schatten-liegen-und-chillen bis einige Stunden später doch Wind aufkam und wir ausliefen. Wegen des lauen und drehenden Windes kamen viele erst sehr spät in der racing-area an. Der Kurs lag, Wind war da -wenn auch nicht sehr konstant, aber doch mit 2-4 Beaufort- und die rote Gruppe startete. Während die blaue Gruppe immer wieder wegen "Allgemeinem Rückrufs" erneut starten durfte, wuchs die dunkle Wolke über dem nahen Berg zu einer dunklen Wand an. Sie suchte sich nun ihren Weg ins Tal: bei starken Böen, noch stärkerem Regen und schon recht nahem Donner und Blitz wurden wir in den Hafen geschickt und der bereits gestartete Lauf wurde abgebrochen. Auch wenn das Gewitter nicht so heftig war wie einige Tage zuvor während der Open Week (wo viele Segel, Boote und Segler beschädigt und verletzt wurden), so war es sehr gerechtfertigt von Seiten der Wettfahrtleitung uns so schnell und zügig wie möglich in den Hafen zu schicken. Nach der nun schon bekannten und beliebten "Pasta-Party", wurde nach einer weiteren Stunde "Startverschiebung an Land" auch für heute komplett abgebrochen. Ein weiterer Tag ohne eine Wettfahrt, doch für morgen und die kommenden Tage ist sehr sonniges und warmes Wetter angesagt; wir glauben an Thermik und Wind. Nur der für Mittwoch geplante Lay-Day fällt leider ins Wasser. Es wird durchgesegelt - sofern wir Wind haben.

 

Die gewöhnliche Thermik ist endlich da!!

Nach vier Wettfahrtstagen hatten wir erst zwei klägliche Läufe bei unwirtlichen Bedingungen geschafft. Langsam merkte man der Wettfahrtleitung die aufsteigende Nervosität an. Für Donnerstag wurde der Start auf 08:00 morgens gesetzt. um 05:00 aufzustehen noch bei Dunkelheit ist keine Freude..., erst recht nicht, wenn das alles nur für einen weiteren grauenhaften Lauf bei ziemlicher Flaute ist. Zumindest konnten wir einen schönen Sonnenaufgang hinter den Bergen sehen! Nach dem inzwischen schon alltäglich gewordenen Warten kam die große Überraschung: Wind. Thermik. Wahnsinn! Ergebnis: Zwei Wettfahrten bei konstanten 4-5 Bft. 

Auch an den folgenden zwei Tagen setzte sich der Südwind mit 5 Windstärken durch und wir schafften an beiden Nachmittagen 3 konditionell fordernde, jedoch gute und faire Rennen.

Insgesamt wurden es also doch noch 11 Wettfahrten, die sich im großen und ganzen sehen lassen konnten. Der Veranstalter hat es geschafft, eine sehr schöne Weltmeisterschaft zu veranstalten, die einem sicherlich noch lange im Gedächtnis bleibt. Mir auf jeden Fall, da es meine erste war... :-)

 

Hier die Erstplatzierten bei den Damen und Herren:

 

WOMEN

1. ITA 1189, Silvia Zennaro

2. DEN 1757, Anna Lijvberg

3. GER 99, Jannika Puls -> BRONZE für Deutschland!

5. GER 82, Stine Paeper

 

MEN

1. DEN 1755, Tobias Hemdorff

2. ESP 6, Gerard Marín Julia

3. NOR 430, Magnus Andersen

24. GER 14, Sverre Reinke

 

Vielen Dank an Harald Weichert als Team-Coach!! Es hat mir großen Spaß gemacht nach über zwei Jahren in Haralds Opti-Team nun wieder von ihm trainiert bzw. betreut zu werden...

Jugend-EM in Travemünde, 23.-29.07.2011

--> 16. Platz und damit zweites deutsches Mädchen - ein toller und für mich unerwarteter Erfolg!!

Während der Travemünder Woche fand dieses Jahr für die Europes die Jugend-Europameisterschaft statt. Vom 23.-29.Juli fanden sich 75 Mädchen und 91 Jungen aus elf Nationen in Travemünde ein, um diese Meisterschaft auszusegeln.

Die ersten Tage wurden überschattet von VIEL Regen, sodass die Campingwiese am Grünstrand immer mehr einer Schlammwüste glich, Wohnmobile und Autos mit einem Traktor aus den tiefen schlammigen Reifenrillen gezogen werden mussten und die intensive Vermessung unter einigen Zelten und im Regen stattfand. Alle deutschen Teilnehmer der vorherigen IDJM mussten nicht die komplette Vermessung durchlaufen, da dies erst vor einigen Tagen geschehen war, sondern lediglich die Messpapiere überprüfen lassen. Angesichts des Wetters war das ein großer Vorteil!

Hinter einem kleineren Traktor ging es -im Regen- nach Ende der Vermessungen abends in Form einer Parade mit den Teams aller Nationen hintereinander zur Eröffnung. Da auf Grund unseres verfrühten Eintreffens am Zelt auf der Bühne noch eine betagtere Band aus Hamburg spielte, wurden wir kurzerhand eingeladen mit ihnen „What shall we do with the drunken sailor?“ zu singen. Eine interessante Improvisation, die die gesamte Stimmung sehr auflockerte. Die Nationalhymnen der teilnehmenden Länder (Deutschland als Gastgebernation, Frankreich, Spanien, Italien, Norwegen, Belgien, Schweden, Dänemark, Finnland, Polen und die Tschechische Republik) wurden zur Begrüßung eingespielt und sowohl Lutz Möller als Vorsitzender der Klassenvereinigung Deutschland, als auch der Organisator der Travemünder Woche hielten eine Rede, bevor die JEM offiziell eröffnet wurde.

Die 5 Regattatage hielten die ganze Palette an Wetter und Wind bereit: von völliger Flaute und im-Strom-treiben über schönes Segeln bei Mittelwind und Welle bis hin zu Starkwind war alles dabei. Während der ersten Wettfahrttage war morgens oft erst einmal Startverschiebung an Land angesagt, der Wind brauchte meistens bis mittags um sich richtig aufzubauen. Durch den Strom waren auf alle Fälle anspruchsvolle Bedingungen gegeben, die auch bei den Starts zu bemerken waren. Viele Segler bekamen während der Segeltage ein BFD, da sie vom Strom über die Startlinie gedrückt wurden...

Der letzte Tag hielt noch einmal wirklich sportliches Segeln bereit. Bei 5-6 Windstärken und einer sehr hohen Welle wurden die letzten zwei Läufe gesegelt.

Und damit standen die Sieger der diesjährigen Jugend-EM fest!!

 

EUROPE Jungen

1

SWE 45

Bengtson, Emil

2

SWE 8

Höglander, Marcus

3

SWE 21

Gipperth, Albin

 

EUROPE Mädchen

1

SWE 2

Carlsson, Julia

2

DEN 23

Andersen, Christina

3

SWE 24

Gross, Julia

 

Und hier die Platzierungen der ersten Deutschen:

EUROPE Jungen: 6. Sverre Reinke, 27. Lukas Bußkamp, 28. Daniel Hagen

EUROPE Mädchen: 9. Marisa Roch, 16. Lina Rixgens, 29. Ann-Kathrin Frank

 

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Segler und Seglerinnen und an die Organisatoren, Trainer, Eltern und Helfer ein großes Dankeschön für die Ermöglichung dieser Jugend-EM in Deutschland – das erste Mal seit 22 Jahren...

 

Hier gibt es die kompletten Ergebnislisten: JEM Results

Int. Deutsche Jugendmeisterschaft

Vom 13.-17. Juli fand die diesjährige Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der Europe am Dümmer See (Niedersachsen) statt.


Anreise, Anmeldung und Vermessung

Der zweite Tag der IDJM am Dümmer See ist nun schon fast vorbei. Alle Segler sind angereist, Anmeldungen sind erfolgt, Vermessungen zum Großteil durchgeführt und die Boote vorbereitet für den ersten Wettfahrtstag...

Viele der bereits am Mittwoch angereisten Segler konnten heute morgen ausschlafen und den Tag sehr entspannt angehen, während der andere Teil nach und nach ankam und das Clubgelände sich mit Zelten, Wohnwagen, Hängern und Booten füllte. Ab 10:00 war das Regattabüro geöffnet und während im oberen Teil des Clubhauses Unmengen an Messpapieren kontrolliert wurden, wurde auf der Wiese davor gemessen, kontrolliert, abgeglichen, gewogen und bestenfalls abgehakt. Vermessung. Das Material wurde äußerst genau überprüft und bei vielen der Teilnehmer mussten noch kleine bis größere Änderungen vorgenommen werden, doch die vielen freiwilligen Helfer und Vermesser unter der "Obhut" Nicki Nockes standen auch hier mit Rat und Tat zur Seite.

Nachmittags nahmen jedoch die bis dahin beständigen 5-6 Bft weiter zu und die Boote wurden extra gesichert, doch gegen 16:00 musste die Vermessung abgebrochen werden - die starken Böen machten die Arbeit unter der zum See hin offenen Zeltplane nicht mehr möglich.

Gleich wird nun die freudig erwartete ofizielle Eröffnung der diesjährigen Int. Deutschen Jugendmeisterschaft stattfinden. Morgen ist für 10:55 Start zur ersten Wettfahrt geplant - sofern der Wind bis dahin ein wenig abgenommen hat.

 

1.Wettfahrttag

Freitag morgen hatte der Wind kaum abgeflaut. Es wehte mit guten 5 Bft, die sich mit heftigen Böen auf 6 Bft steigerten, durch die kurzen Wellen war das Wasser des Dümmers aufgewühlt, das Slippen war schwierig und wurde sehr zögerlich angegangen. Doch kurz vor dem Start um 11:00 waren auch die letzten Boote auf dem Wasser, um die erste Wettfahrt des Tages und dieser Meisterschaft anzugehen. Unter anspruchsvollen Bedingungen galt es also einen langen Kurs abzusegeln -Dreieck, Schenkel, Dreieck-, der das Feld immer weiter auseinanderzog. Besonders die leichteren oder in der Europe noch unerfahrenen Segler hatten richtig zu kämpfen und zahlreiche (Tonnen) Manöver endeten ungeplanterweise mit einer Kenterung. Das am Dümmer bekannte Problem -die mangelnde Wassertiefe- war auch jetzt wieder präsent: viele blieben mit Mast oder Baum im schlammigen Grund stecken, verloren entweder zahlreiche Plätze oder mussten den Lauf komplett aufgeben. (Die Masten sind glücklicherweise alle heil geblieben...)

Während vom Startschiff aus "Startverschiebung an Land" angeordnet wurde, zogen einige weitere heftige Regenböen durch und wir warteten an Land ca. zwei Stunden, bis nachmittags bei etwas weniger Wind die zweite Wettfahrt gestartet wurde. Viele waren nun dankbar über die verkürzte Bahn - "nur" noch ein Dreieck und ein Schenkel.

Bisher waren die Starts von Seiten der Segler noch recht gemäßigt vonstatten gegangen, doch beim Start zur dritten Wettfahrt waren trotz Black Flag fast 20 Leute über der Linie und holten sich somit ein BFD (und mussten zumindest vor dem Duschen nicht anstehen...). Bei dem darauf folgenden Start ging alles glatt und bei abnehmendem Wind fuhren wir eine letzte Wettfahrt. Das Feld war nun sehr dicht zusammen und an den Tonne bildeten sich große Pulke. Zum Zieldurchgang zeigte sich dann sogar noch kurz die Sonne, sodass man mit einem zufiredenen Gefühl nach drei geschafften Läufen in den Hafen fahren konnte.



2.Wettfahrttag

Am nächsten Morgen konnte man schon fast von einem Sommertag sprechen und das gestrige Wetter schien sich ein bisschen verzogen zu haben, doch schon bald verzog sich die Sonne wieder und der Wind frischte auf 4 Bft auf. Vier Wettfahrten waren für den heutigen Tag angesetzt worden und alle vier wurden zügig durchgezogen - die anfangs noch angesagte "Mittagspause" an Land wurde zur Freude der Meisten nicht gemacht. Starke und oft unvorhersehbare Dreher, die vom vorigen Tag bereits bekannte kurze Welle und der im Laufe des Tages zunehmende Wind machten das Segeln zeitweise schwierig und auf jeden Fall anspruchsvoll. Durch die Welle und das erlaubte Pumpen konnten die Raumschotkurse schnell abgesurft werden - auch wenn die Kreuzen lang und hart erkämpft waren. Nach einer letzten Wettfahrt mit nun wieder 5 Bft und mehr waren doch alle froh den seglerischen Teil des Tages schon am späten Nachmittag ausklingen lassen zu können.

Im Clubhaus fand am Abend ein leckeres Essen statt, in dessen Rahmen zahlreiche Fotos der ersten beiden Tage gezeigt wurden und drei Tagespreise verteilt wurden. Der geplante Abend mit "DJ Luke" fand leider keinen allzu großen Zuspruch, da alle nach diesem Tag erschöpft und müde waren, sodass sich die "gemütliche Runde bei guter Musik" bald auflöste.



3. Wettfahrttag

Die zwei ersten Segeltage haben ihre Spuren hinterlassen und (fast) alle wünschten sich einen Tag mit etwas weniger Wind.  Doch dieser Wunsch wird nicht erfüllt. Das "Herbstwetter" ist zurück, es regnet, "windet" wieder ordentlich und jeder versucht, sich für die letzten zwei Wettfahrten noch einmal voll zu motivieren. Die Bedingungen sind ähnlich derer der vergangenen Tage und mit zwei schnell, aber fair durchgezogenen Läufen werden auch die achte und neunte Wettfahrt der Int. Deutschen Jugendmeisterschaft beendet.

 

Nach 9 Läufen an drei Tagen steht nun der Internationale Deutsche Jugendmeister 2011 fest:

 

1.

Sverre Reinke, GER 14

2.

Mattijs van Hooreweghe, BEL 890

3.

Lukas Bußkamp, GER 1443

4.

Daniel Hagen, GER 1553

5.

Peter Niklas Nagel, GER 81

6.

Henrik Bey, GER 1428

An alle einen herzlichen Glückwunsch!!

Die vollständige Ergebnisliste gibt es unter seglerinfo.de

 

Auch wenn die äußeren Bedingungen, sprich das Wetter, zeitweise schwierig zu bewältigen waren, war es eine bestens organisierte Meisterschaft, die ein tolles Team an Land und eine gute Wettfahrtleitung auf dem Wasser hatte!!

WM- und JEM-Qualifikation!!

Anfang Mai fand die erste Ausscheidungsregatta zu Welt- und Jugendeuropameisterschaften der Europe am Bodensee statt, das Young Europeans Sailing in Kiel Mitte Juni -besser bekannt als Pfingsbusch- wurde als zweite Qualifikationsregatta für die Jugendeuropameisterschaft gewertet.

Mit einem 10. Platz in Immenstad (Bodensee, 77 Teilnehmer) und einem 5. Platz in Kiel (85 Teilnehmer) konnte ich mich als

  • jüngste deutsche Teilnehmerin für die WM und
  • erstes Mädchen für die JEM

qualifizieren.

Da ich dieses Jahr noch überhaupt nicht damit gerechnet hatte, zur WM fahren zu können, war ich sehr positiv überrascht und freue mich unglaublich auf diese Meisterschaft!! Dabei zu sein, ist für mich diesmal wirklich alles.

 

Die WM findet vom 05.-13.08. am Comersee in Italien statt (siehe http://www.europeclasswc2011.com/), die JEM vom 23.-29.07. in Travemünde und damit seit 22 Jahren wieder in Deutschland (siehe http://europe-class.de/).

Torbole Meeting - Ostern am Gardasee

"Fünf Segler der SCV-Jugend bei der größten Regatta der Welt am Gardasee - Kira Odendahl, Julian Blumenthal, Luca Rixgens, Jan Rixgens und Lina Rixgens nehmen am Lake Garda Meeting und dem Torbole Meeting 2011 teil

 Um Ostern herum fand auch dieses Jahr wieder der erste Höhepunkt der internationalen Regatta-Saison statt: das Lake Garda Meeting für die Optis mit 850 Teilnehmern und einige Tage vorher das 13° Torbole Meeting - mit über 200 Seglern die größte Regatta des Jahres in der Europe. Neun Tage lang waren auf dem Gardasee in Italien 5 Segler vom SCV unterwegs... Die segelintensive Zeit für die Europe-Segler (Jan und Lina) begann direkt mit der bestens organisierten Regatta, die vom 16.-18. April stattfand. Nachdem der Hänger abgeladen, die Boote aufgebaut, wir die üblichen Meldeformalitäten hinter uns gebracht hatten und auch die zwei Trainer-Motorboote im Wasser waren, folgte eine erste Besprechung unserer Trainingsgruppe. Mittags startete die Regatta und alle Teilnehmer gingen aufgeteilt in drei Gruppen à ungefähr 75 Boote aufs Wasser. Bereits jetzt zeigte sich der Gardasee von seiner bekannten und beliebten Seite: gute 4 Beaufort wehten der Länge nach über den See und bauten eine kurze, steile Welle auf. Man merkte richtig, wie es Wettfahrt um Wettfahrt mit Bootshandling, Speed, und Taktik in diesem großen Feld besser wurde und man sich an Wind und vor allem Welle gewöhnte. Nach zwei weiteren Regatta-Tagen und insgesamt 9 Läufen konnten wir in diesem starken Feld sehr zufrieden mit unseren Platzierungen sein und genossen nach der Siegerehrung einen netten Ausklang des Tages im Ort. Für uns folgten nun sechs weitere Trainingstage, die geprägt waren von Taktik-Übungen bei Leichtwind an den Vormittagen und langen Kreuzen bei Starkwind an den Nachmittagen. Gründonnerstag begann nun bei den Optis die Regatta: Bestens organisiert, in Gruppen und verschiedene Startareas aufgeteilt, ist es jedes Jahr aufs Neue unglaublich zu sehen, wie immer mehr weiße Opti-Segel aus den Häfen des Geschehens -Riva und Torbole- auf den um die Mittagszeit spiegelglatten Gardasee herausgleiten. Während Kira auf der Bahn der Cadettis (Jahrgang 2000 und jünger) startete, segelten Julian und Luca schon bei den Juniores (Jahrgang 1999 und älter) mit. Bei nachmittags immer wieder gut zunehmendem Wind wurden zahlreiche anspruchsvolle Wettfahrten gesegelt, die allein schon wegen der Länge der Kurse, aber auch wegen der Stärke des Feldes, ein sehr hohes Niveau zeigten. Auch Ostersonntag ging es aufs Wasser – diesmal wurden die Finalrennen in den Fleets Gold, Silber, Bronze und Emerald ausgesegelt. Diese wunderbaren Segel- und Regattatage, welche zusätzlich durch geniales Frühlingswetter ergänzt wurden, ermöglichten uns Seglern sicherlich einen tollen Start in die Saison (auch wenn wir größtenteils den Winter durchgesegelt sind...) und so früh im Jahr schon einen Vergleich auf internationaler Ebene. Außerdem hatten sowohl wir Segler, als auch die „Landcrew“, die Möglichkeit sich untereinander noch besser kennen zu lernen, was wegen der seglintensiven Wochenenden ansonsten bekanntermaßen immer recht kurz kommt. Ebendieser Landcrew, sprich unseren Eltern, möchte ich nun noch ganz herzlich dafür danken, dass sie ihren Urlaub in Torbole am Gardasee verbracht haben und uns damit die Möglichkeit gaben das größte Event des Jahres in Opti und Europe zu erleben!!" -Lina Rixgens

 

(den Artikel auch unter Segel-Club-Ville)

von li nach rechts: Kira, Julian, Luca, Lina, Jan

International Grand Prix Vila de Blanes

Vom 2.-5. Januar fand in Blanes, etwa 50km weiter nördlich von Barcelona, der International Grand Prix Vila de Blanes 2011 statt. An der Katalanischen Meisterschaft der Europes und 420er, dem ersten Event des Jahres, nahmen Segler aus vielen Nationen teil. Die Regatta wurde vom Club Vela de Blanes bestens organisiert und fand viel Begeisterung sowohl bei den Seglern, als auch bei den Begleitern und Trainern. Leichte und leider teilweise sehr instabile Winde und milde Temperaturen machten die Tage in Spanien auf seglerische und kommunikative Weise sehr reizvoll.

Ergebnislisten, Fotos und Berichte gibt es unter http://sites.google.com/site/igpvblanes/

 

So schreibt das portal náutico einen Tag vor dem Start:

 

Mañana se inicia el International Grand Prix Vila de Blanes

Miguel Anxo Lareo Sanchez

01 enero 2011 21:28:43

 

Un total de 127 regatistas competirán por le codiciado trofeo para clases Europe y 420. Nueve países representados en el Internacional de Blanes

Un total de 127 regatistas de 9 países europeos compiten a partir de mañana en el International Grand Prix Vila Blanes, trofeo reservado a las clases Europe y 420. Destacar la presencia de regatistas llegados de Gran Bretaña, Francia, España, Alemania, Bélgica, Dinamarca, Suecia y Polonia.

Una participación de 77 regatistas de la lase Europe, del mas alto nivel europeo hacen que la prueba sea una de las referencias más importantes de esta clase de vela en el Sur de Europa. En el Grand Prix de Blanes están los campeones juveniles de la clase, como el blanense Albert Codinachs, actual campeón de Europa, y la danesa Anne-Linne Lygso, campeona juvenil femenina. Entre los componente del equipo danés, están las máximas figuras de la categoría, como Tobias Hemdorff, actual camperón del mundo y una nutrida representación de este país, verdadera potencia en esta clase, con regatistas como Lau Zacharianssen, Mahhias Livbjerg o la fémina Asta Reedtz.

Otra potencia importante en esta clase individual de vela, es la representación sueca, con Emil Bengston, Gustav, David Kolby y el veteraano Carl Hagbert o la belga, con las feminas Elien van Hooreweghe, y Margot Declerk y los regatistes Bart Decoutere, Sebastian Devios y Mauro Declerk.

La participación del francès Sylvian Notonier, la del polaco Jeremi Zimny, ambos asiduos en este Grand Prix de Blanes y la de las alemanas Lina i Jan Rixgens, son otras de las presencias internaciones en este Gran Prix de Blanes. (...masmar, portal náutico)

GER 40 - IDM 2010 Kiel-Schilksee im segeln-magazin 02/2011

Die Europes feiern
Vor 40 Jahren wurde die Deutsche Europe-Klassenvereinigung gegründet. Lina Rixgens, selbst aktive Europe-Seglerin, schildert die bewegte Geschichte der Gleitjolle und erklärt, warum den Europe-Seglern der Olympia-Status nicht fehlt.