EUROPE-Racing

Die Europe, bis 2004 für Frauen olympische Bootsklasse, ist eine Einmannjolle von 3,35m Länge, die auf hohem internationalen Niveau bei Regatten gesegelt wird und beste Möglichkeiten bietet, sich in Athletik, Trimm und Taktik zu entwickeln und zu verwirklichen.

Hier findet ihr einige Berichte von Regatten und Trainings der vergangenen Jahre...

WM 2014 vor La Rochelle, (c) Lutz Möller
WM 2014 vor La Rochelle, (c) Lutz Möller

2015

5.Platz beim Alster-City-Cup in Hamburg

Am Wochenende 11./12. April segelte ich den Alster-City-Cup in der Europe mit. Für ein Wochenende zwar eine lange Strecke von Köln aus, aber da ich noch Semesterferien hatte, bot es sich einfach an. Somit segelte ich das erste Mal auf der Alster, vor der tollen Kulisse der Hamburger Innenstadt.

Die Segelbedingungen: mäßig. Wir hatten zwar ordentlich Wind, doch der war -obwohl ich doch einiges gewöhnt bin von den kleinen Seen in NRW- sehr drehend und böig. Wenn die Böen auf dem Vorwind plötzlich mit 25kn anrauschen, der Wind dazu einen kleinen Tick dreht oder wenn er auf der Kreuz abrupt um 10kn abnimmt und nach Lee dreht, dann landen doch einige Segler im Bach...

19 Europes gingen an den Start, dazu kamen noch die Bootsklassen Seggerling, Contender und 420er, sowie eine Laser-Trainingsgruppe und ein J-70 Training für die Segelbundesliga. Damit war die Alster dann auch schon ganz schön voll.

Sowohl Samstag, als auch Sonntag machten wir drei Wettfahrten. Ich startete mit einem 2.Platz in die Regatta. Im zweiten Rennen lag ich in Führungsposition als die Befestigung meines Großschotblocks riss....sehr ärgerlich! Bei dem Wind für die nächsten zwei Runden die Schot aus der Hand zu fahren schien mit etwas utopisch, sodass ich die Wettfahrt aufgab, den Block auf dem Wasser wieder befestigte und zum Start der dritten Wettfahrt wieder dabei war. Dabei kam ein 7.Platz heraus.

Am Sonntag war das Wetter freundlicher und die Regenschauer vom Vortag blieben uns erspart. Wind war immer noch genug da, wenn auch noch drehender als am Samstag. Mit den weiteren Platzierungen 4, 5 und 6 konnte ich mich insgesamt als 5. und damit beste Frau durchsetzen. In dem start besetzten Feld bin ich damit zufrieden.

Gewonnen hat Sverre Reinke, vor Martin Kotte und Felix Lentz.

Eine insgesamt sehr sympathische und nette Veranstaltung des SC Rhe, vielen Dank!


Internationaler Saisonstart am Gardasee

Nun hat auch die Regatta-Saison so richtig begonnen!

Am Gardasee in Italien kamen am Wochenende vor Ostern beim vom Circolo Vela Torbole organisierten Torbole Meeting 108 Europe-Segler aus ganz Europa zusammen. Besonders stark waren wie meistens Dänemark, Norwegen und Schweden vertreten, aber auch viele Deutsche gingen an den Start.

Nach der Winterpause war dies also ein erster, direkter Vergleich mit den anderen Nationen. Ich merkte, wie es von Tag zu Tag runder lief.

Der erste Regatta-Tag brachte uns -vor allem im Vergleich zu den darauf folgenden Tagen- moderaten thermischen Wind (Ora): bei 4-5 Windstärken segelten wir drei Wettfahrten. In meiner Startgruppe konnte ich mich im vorderen Mittelfeld platzieren.

Der folgende Tag präsentierte uns trotz bedeckten Himmels ordentliche 5 Beaufort, sodass es ein anstrengender Tag mit weiteren 3 Wettfahrten in den 20er-Platzierungen wurde. Die Sonne fehlte vor allem in den Pausen - es wurde eiskalt... Umso mehr freute man sich abends auf die Pasta-Party und eine warme Dusche!

Am dritten Wettfahrttag zeigte sich wieder die Sonne und eigentlich deutete alles darauf hin, dass wir wieder eine schöne Ora bekämen. Doch die blieb aus. Anfangs war noch ordentlicher Wind, sodass meine Startgruppe noch eine Wettfahrt absolvieren konnte. Bei mir lief es wirklich gut und ich fuhr als 12. über die Ziellinie. Wie sich herausstellte, hatte ich leider einen Frühstart, aber die steigende Tendenz motivierte mich.

Der Lauf der zweiten Startgruppe musste -sehr zum Leidwesen von Sverre Reinke, der gerade führte- abgebrochen werden, da der Wind drehte und immer weiter einschlief. Nach zwei Stunden Startverschiebung auf dem Wasser wurde abgebrochen und es blieb bei den sechs Rennen aus den Vortagen. Somit beendete ich die Regatta als 51.

Der Wind an diesen Bergseen wird mir auf jeden Fall weiterhin ein Rätsel bleiben... ;-)

 

Nach einem Tag Pause ging es weiter mit drei Trainingstagen in der großen, internationalen Trainingsgruppe der Dänen, Norweger und Schweden - fast die Hälfte des Regattafeldes traininerte zusammen! Mit vier top Trainern aus Dänemark und einer starken Gruppe wurden es sehr aufschlussreiche und interessante Stunden auf dem Wasser. Bei meistens starkem Wind trainierten wir Speed und Taktik auf der Kreuz, Vorwindkurs-Techniken und machten einige Trainingswettfahrten.

 

Nach einer intensiven Woche ging es mit getunten Oberschenkel-Muskeln und aufgetankt mit viel Sonne zurück über die Alpen und nach Hause...


Trainingswoche in Bandol am Mittelmeer

Die Karnevalstage boten, wie auch schon im letzten Jahr, eine gute Gelegenheit die Uni-freien Tage noch ein wenig auszuweiten und endlich den Saisonstart in der Europe einzuleiten.

Eine Woche lang trainierte ich auf dem Mittelmeer vor der Küste des südfranzösischen Ortes Bandol. Mit Sverre Reinke hatte ich einen super Trainingspartner und von Flaute mit Schwell bei Sonnenschein bis 5 Windstärken und 2-3m Welle bei prasselndem Regen war alles dabei.

Es waren tolle Tage, um nach der leider viel zu langen Wasserpause wieder ein Gefühl für das Boot zu bekommen. Außerdem hatten wir fast jeden Tag super Wellentraining - sicher nicht schlecht in Hinsicht auf die Europe-WM, die dieses Jahr in Norwegen auf dem offenen Meer stattfindet. Für meinen neuen Mast hatte ich ebenfalls genug Gelegenheit, um an der optimalen Trimmeinstellung zu arbeiten.

Und auch für Ausgleichsport während wir vormittags auf den Seewind warten mussten oder spätnachmittags nach den Trainingseinheiten bot die schon frühlingshafte Gegend um Bandol mit Küstenwegen oder den fjordähnlichen Calanques tolle Möglichkeiten...insgesamt eine echt tolle und motivierende Woche!

Als erste Europe-Regatta steht in ungefähr einem Monat (Ende März) das Torbole Meeting am Gardasee an.


2014

6.Platz bei Deutscher Meisterschaft

Vom 1.-4.Oktober fand die Deutsche Meisterschaft der Europe-Klasse in Ribnitz-Damgarten statt. Bei den Herren gingen 37 Segler an den Start, bei den Damen 24 und bei den Masters 14. Obwohl mein Uni-Semester schon wieder begonnen hat, konnte ich glücklicherweise teilnehmen.

 

Für die ersten Tage sah es vom Wind her nicht allzu vielversprechend aus. Leichtwind. Also ging es auch direkt mit Startverschiebung an Land los. Am Nachmittag konnte sich dann aber doch eine leichte Brise durchsetzen, sodass wir eine Wettfahrt hinbekamen. Der letzte Vorwind des Frauenfeldes zog sich mit dem abnehmenden Wind zwar schon sehr in die Länge, aber das Rennen konnte noch unter fairen Bedingungen beendet werden, für mich mit einem vierten Platz. Es hätte schlechter beginnen können.

 

Am Tag darauf dümpelten wir nach kurzer Startverschiebung raus auf den Regattakurs. Doch selbst die seltsamen streifigen Windbedingungen ließen nach einiger Zeit nach und auch die Motivation der Wettfahrtleitung, die irgendwann den Kurs auslegte, änderte leider nichts daran, dass der Wind komplett einschlief. Zurück blieben 75 Europe-Segler und eine spiegelglatte Wasseroberfläche... Nach etwa zwei Stunden wurde abgebrochen für den zweiten Tag der Meisterschaft. Durch inzwischen immer wieder (wenn auch böig und drehend) einsetzenden Wind konnte ich das in-den-Hafen-segeln noch gut zum Angleichen nutzen. Zumindest ein Tag mit Segelstunden, wenn auch ohne Wettfahrten.

 

Wir setzten alle unsere Hoffnung auf Samstag, den dritten Tag der DM. Ohne vier Wettfahrten hätte sonst noch unser Reservetag herhalten müssen. Doch das war zum Glück nicht nötig. Im Laufe des Morgens baute sich der Wind zunehmend auf und sogar die Sonne schaute vorbei. Bei 10-17kn konnten wir fünf Wettfahrten segeln. Ein herrlicher Segeltag! Und unsere Meisterschaft war somit auch gesichert. Während meine Kreuzen alle richtig gut liefen und meine Taktik immer aufging, verlor ich leider auf den Vorwind- und Raumschotskursen so manches Boot. Da fehlen mir eindeutig Trainingsstunden auf dem Wasser...und Welle! Mit den Plätzen 8, 4, 9, 5, 4 konnte ich aber zumindest eine einstellige Serie fahren und mich insgesamt auf dem 6.Platz positionieren, punktgleich mit der fünften.

 

Deutsche Meisterin der Damen wurde Janika Puls, Deutscher Meister der Herren Sverre Reinke. Herzlichen Glückwunsch!


WM in La Rochelle

Vom 18.-26. Juli fand in La Rochelle die Weltmeisterschaft der Europes statt. Bei den Herren starteten 73 Segler (davon 6 Deutsche), bei den Frauen 61 (davon 9 Deutsche).

 

Nach 1300km Anreise (mit einem kurzen Halt in Karlsruhe um noch zwei weitere Seglerinnen einzusammeln) schüttelten wir an den ersten zwei Tagen bei unglaublich heißen 38°C die lange Fahrt aus den Knochen, brachten die Vermessung hinter uns und machten einige Trainingsschläge in der Bucht, um uns an Strömung und Welle zu gewöhnen.

Samstag abend wurden wir mit einer kurzen, aber stimmungsvollen Eröffnungsfeier willkommen geheißen.

 

Am Tag darauf fiel um 13:00 der erste Startschuss. Durch einen Gradientwind aus NW an den ersten beiden Tagen konnte die Thermik diesen noch weiter verstärken, sodass wir Sonntag bei 4-5 und Montag bei 5-6 Beaufort insgesamt fünf tolle Rennen segeln konnten. Bei 1,50-2m hohen Wellen rauschte man auf den Vorwindkursen nur so hinunter, das war großer Spaß! Die Meter auf den Kreuzen waren jedoch hart erkämpft und bei 1sm Entfernung Luftlinie zwischen der Startlinie und der Luvtonne freute ich mich jedes Mal sehr, wenn ich nach etwa 15min Hängen die Luvtonne endlich das erste Mal sah...

Anfangs tat ich mich auf den Vorwindkursen noch etwas schwer, doch das besserte sich von Wettfahrt zu Wettfahrt. Nach einem 33. Platz im ersten Lauf fuhr ich die folgenden vier Läufe alle in den Zwanzigern, sodass ich vorerst auf Platz 28 landete.

 

Am dritten Tag war etwas weniger Wind und ich hatte teilweise das Gefühl in den Flautenlöchern zu stehen. Die Restwelle vom Vortag verbesserte das auch nicht gerade... Als dann auch noch der Wind auf der zweiten Kreuz des einzigen Tagesrennens 30° nach links drehte als ich gerade auf der rechten Seite war, war nur noch ein 35. Platz drin.

Abends fand auf der Terasse der Société des Régates Rochelaises das Sailors Dinner statt, in dessen Rahmen auch die Sieger des  Nations Cups, das Team Norwegen, gekürt wurden.

 

Am Tag darauf war layday, Pause also. Nach den Starkwindtagen am Anfang, der Hitze tagsüber und dem späten an-Land-kommen abends nach den Wettfahrten war mir dieser Tag sehr willkommen. 1x Ausschlafen, Eis essen gehen in der Altstadt, schwimmen gehen am Strand und ein gemütliches Abendessen in unserem WG-Haus :-)

 

Mit den Plätzen 29 und 22 konnte ich bei anfangs 3, später 4-5 Beaufort am fünften WM-Tag noch einmal zwei ordentliche Rennen fahren.

 

An den letzten beiden Tagen war irgendwie der Wurm drin. Nichts lief so richtig wie ich mir das vorgestellt hatte. Beim Angleichen war mein Speed immer noch in Ordnung, doch bei dem herrschenden Leichtwind konnte ich in den Rennen nicht mehr genug Höhe fahren, sackte bei den anderen zu oft rein und musste zu viele Wenden fahren. Dazu kam, dass ich auf mindestens einer der Kreuzen immer auf der falschen Seite war.... Kurzum: Das Resultat der zwei Tagen waren zwei Streicher.

 

Insgesamt belegte ich nach 10 Wettfahrten nun Platz 32. Weltmeisterin wurde erneut Anna Livbjerg aus Dänemark, Weltmeister Lars Johann Brodtkorb aus Norwegen. Beste Deutsche wurde Janika Puls auf Platz 4, bester Deutscher Sverre Reinke auf Platz 7.

Auch wenn ich wegen der letzten Tage seglerisch mit einem nicht so tollen Gefühl aus der WM herausging, bin ich im Großen und Ganzen zufrieden mit meiner Meisterschaft. Meine Vorbereitungs- und Trainingszeit war dieses Jahr auf Grund meines Studiums einfach zu kurz.

Die WM an sich war eine toll organisierte Veranstaltung mit echtem Meisterschaftsflair. Das in Kombination mit einer super Stimmung im deutschen Team hat die 10 Tage in La Rochelle zu einer tollen Zeit gemacht!


2013

Landesjugendmeisterschaft Schleswig-Holsteins in Kiel

Bevor die Landesjugendmeisterschaft Schleswig-Holstein am 31.08. in Kiel-Schilksee startete, ging ich mit zusammen mit meinem Bruder Jan und Niklas aus Hamburg am Freitag ein paar Stunden auf der Außenförde segeln. Auf dem Kurs Schilksee-Rund Leuchtturm-Schilksee konnten wir bei tollen 4 Windstärken und zunehmender Welle etwa eine Stunde auf Vorwindkurs zum Leuchtturm rauschen. Dort entstanden bei auffrischendem Wind ein paar schöne Videos und Fotos. Nur das anschließende Reinkreuzen zog sich leider ein wenig in die Länge, da der Wind zeitweise auf laue 2 Beaufort abgenommen hatte...

Nicht so an de folgenden zwei Regattatagen: wir hatten durchweg tolle Bedingungen mit Samstags 5 Beaufort, Sonntags eher 5-6. Ausgepowert aber zufrieden kam ich Samstag abend nach 3 Läufen wieder an Land, am Tag darauf entschied sich die Wettfahrtleitung nach nur einer Wettfahrt (bei der die ersten 7 innerhalb einer Minute ins Ziel kamen!), uns in den Hafen zu schicken, da eine weitere Front 7-8 Windstärken versprach. Die erwischte uns dann genau beim Reinsegeln...

Bei 26 Teilnehmern gelang mir insgesamt ein 5.Platz, mit dem ich bei diesen Starkwindbedingungen sehr zufrieden bin! Gewonnen hat die Regatta bei den Europes Sverre Reinke. Ein wirklich tolles Wochenende!


Jugend-Europameisterschaft in Brest

Vom 16.-22.Juli fand vor Brest, in der Rade de Brest, die Jugend-Europameisterschaft statt. 44 Mädchen und 75 Jungen aus 11 Nationen gingen an den Start. Das deutsche Team war mit 12 Teilnehmern (6 Jungen und 6 Mädchen) dabei.

 

Wir kamen Sonntag abend am direkt neben dem Océanopolis gelegenen Segelclub an und bauten am Tag darauf in Ruhe unsere Schiffe auf. Zusammen mit den Belgiern segelten wir uns am Montag bei leider sehr wenig Wind ein, testen schon einmal, was es heißt, bei starkem Strom zu segeln und fuhren gegen die Norweger ein paar Proberennen. Für Dienstag mittag waren wir mit der Vermessung dran. Im Vergleich zu anderen Events ging diese sehr entspannt und zügig voran, sodass fast das komplette deutsche Team am späten Nachmittag noch einmal auf dem Wasser war. Auch am kommenden Tag fuhren wir noch einmal raus, machten neue Speed-Tests, Seitentests und machten uns weiter mit Revier und Strömung vertraut. Mittwoch abend fand die Eröffnungsfeier statt, es wurden unzählige Teamfotos gemacht und es sprachen der Bürgermeister von Brest, der Clubvorsitzende und Paul Deporter.

 

Nachdem das Startschiff und der Kurs am ersten Tag erst recht spät ausgelegt wurden, segelten wir nach kurzer Startverschiebung 2 Wettfahrten bei 3-4 Beaufort. Bei ähnlichen Bedingungen, nur mit etwas konstanterem Wind gingen am nächsten Tag ebenfalls zwei Wettfahrten über die Bühne. Da der Strom anfangs noch gegen den Wind stand, brauchten die Jungen allerdings einige Startversuche... Die Bedingungen waren durch Strom, Winddreher und Böen alles andere als einfach. Am dritten Wettfahrttag wurden drei Läufe angesetzt, da für die kommenden Tage sehr wenig Wind angesagt ist. Während wir bereits durchs Ziel und auf dem Weg in den Hafen waren, befanden sich die Jungen noch auf dem Kurs als sich eine Gewitterwand der Bucht näherte. Der Wind schlief komplett ein und drehte um 180°, sodass der Vorwind zur Kreuz und die Zielkreuz zum Vorwindzieleinlauf wurde... Einige Proteste gegen die Wettfahrtleitung liefen aber ins Leere.

 

Der vierte und fünfte Tag begann jeweils mit Startverschiebung, die Bucht von Brest präsentierte sich spiegelglatt. Gegen 15:00 setzte sich jedoch etwas Wind durch und wir schafften einen Lauf. Für mich leider ein BFD. Da der Strom mittlerweile gekippt war, wurde der Start noch schwieriger als er eh schon war und die Jungen wurden nach sechs Startversuchen in der Hafen geschickt. Zur großen Verwunderung sollten nun die Mädchen starten. Erstaunlicher Weise frischte der Wind auch tatsächlich noch einmal auf und wir schafften nach zwei Startversuchen noch eine Wettfahrt bei 4 Windstärken. Auch am kommenden Wettfahrttag, dem letzten dieser JEM, kam der Wind erst recht spät, doch beide Gruppen fuhren noch ein Rennen. Bei den Jungen wurde noch überlegt einen weiteren Lauf zu starten, da sie ja die 10 Wettfahrten noch nicht voll hatten, doch dafür war es schon zu spät geworden, die Zeit der letzten Startmöglichkeit war überschritten.

 

Ich landete schlussendlich auf Platz 18 und wurde damit zweitbestes deutsches Mädchen.

 

Jugend-Europameisterin wurde Trine Bentzen (Dänemark), den zweiten Platz erreichte Julia Toroi (Finnland), den dritten Marie Kristine Mauritzen (Dänemark). Den Jugend-Europameistertitel erlangte Lars Brodkorb (Norwegen), der vor Frederik Rask (Dänemark) und Havard Fjon (Norwegen) siegte.


2012

Deutsche Jugendmeisterschaft in Kühlungsborn

Vom 20.-25. Juli fand in Kühlungsborn an der Ostsee die vom Segelclub Kühlungsborn ausgerichtete Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft statt. 29 Teilnehmer waren angereist, um an fünf Wettfahrttagen den neuen Deutschen Jugendmeister zu ermitteln.

 

 Am ersten Wettfahrttag musste der erste Start allerdings erst einmal auf den Folgetag verschoben werden, da wegen hoher Wellen und starkem auflandigen Wind das Startschiff nicht verankert werden konnte. Einige Segler gingen nach dem Abbruch noch einmal eigenständig aufs Wasser, um bei diesen besonderen Bedingungen zu trainieren. Abends spielte eine Band für uns.

 

Am zweiten Wettfahrttag wurde das bisherige Ausbleiben an Rennen jedoch aufgeholt und wir schafften bei 3-4 Windstärken 3 Wettfahrten. Der Folgetag brachte gut segelbaren, wenn auch drehenden und böigen ablandigen Wind, bei dem wir 4 Wettfahrten schafften und uns somit einen Streicher sicherten.

 

Während das Wetter immer besser und hochsommerlich wurde, verschlechterten sich die Windbedingungen leider und am Vormittag des vierten  Wettfahrttages wehte erst einmal eine rot-weiß gestreifte Flagge an Land... Wir Segler konnten somit bis zum frühen Nachmittag einen perfekten Strandtag einlegen. Gegen 15:00 schien sich eine Seebrise zu entwickeln. Die Wettfahrtleitung fuhr raus, entschied aber anschließend, dass der Wind zu drehend sei und faire Rennen daher nicht möglich sein würden. Keine Wettfahrten mehr an diesem Tag. Eine vielleicht etwas voreilige Entscheidung. Eine halbe Stunde später hatte sich der Wind weiter stabilisiert und einige gingen bei herrlichstem Segelwetter mit Sonne und 3-4 Beaufort starkem Wind bis zum abendlichen Meisterschaftsessen noch einmal segeln.

 

Am fünften und damit letzten Wettfahrttag spielte sich beinahe das gleiche Szenario ab wie am Vortag: Morgens sehr schwacher und umlaufender Wind, sodass recht schnell entschieden wurde, keinen Start mehr zu versuchen. Als dann Mittags die Siegerehrung stattfand, entwickelte sich langsam aber sicher wieder eine Seebrise...

 

 Währenddessen wurden die Sieger der IDJM geehrt: Gewonnen hat die Deutsche Jugendmeisterschaft diesen Jahres Daniel Hagen (SLS) vor Lukas Busskamp (KSK) und Peter Niklas Nagel (SVH). Die U-17-Wertung gewann Christoph Cornelius (JSC)

 

Bei mir lief es plätzetechnisch mit einem 12.Platz leider nicht so erfolgreich, aber mit zwei Frühstarts und nur einem Streicher ist das auch schwierig... Und für die Zukunft appeliere ich an alle Wettfahrtleitungen und Veranstalter, die Meisterschaften austragen: filmt bitte die Starts!!! Nicht von hinten, sondern die Linie entlang. Vielleicht kann dann manch unklare oder als unfair empfundene Situation entschärft und geklärt werden...!


4.Platz bei der ersten JEM-Ausscheidung

Auf dem Schweriner See fand am vergangenen Wochenende, dem 28./29.April, die erste Ausscheidungsregatta für die Jugendeuropameisterschaft 2012 statt. 41 Teilnehmer waren gekommen, um sich für die Startplätze des deutschen Teams für die JEM zu qualifizieren, die zweite Ausscheidungsregatta findet Pfingsten im Rahmen des Young Europeans Sailing in Kiel statt.

Am Samstag trafen wir eher schwierige Windbedingungen an: es herrschte leichter und immer wieder drehender Wind mit vielen Böenfeldern und Flautenlöchern... In den drei Tageswettfahrten konnte ich mich auf den Plätzen 13, 3 und 4 platzieren, womit ich am Ende des Tages auf Platz 4 lag. Eine vierte Wettfahrt wurde noch gestartet, jedoch auf dem letzten Vorwindkurs abgebrochen, weil der Wind komplett weggegangen war und an ein ins-Ziel-kommen nicht mehr zu denken war. Nach kurzem Warten auf dem Wasser wurde schließlich entschieden, keinen weiteren Start mehr zu versuchen.

Der Sonntag brachte frischen Wind und so konnten wir bei 3-4 Windstärken noch einmal drei Läufe fahren. Bei mir lief es auch am Sonntag sehr gut und ich konnte mich somit mit den Platzierungen 4, 8 und 9 auf dem vierten Gesamtrang halten.

Gewonnen hat die Regatta Sverre Reinke, Zweite wurde Jannika Puls und Dritter Moritz Brückner. Einen großen Dank an dieser Stelle an die netten Organisatoren und Helfer des Segelclub Schwanenhalbinsel Schwerin - es war ein sehr schönes Wochenende!


Die erste Regatta der Saison: auf nach Blanes in Spanien!

Die Regattasaison 2012 hat angefangen!! Vom 02.-05.Januar fand im spanischen Blanes die 13. Auflage des International Grand Prix Vila de Blanes statt - ich war dabei.


Wie wir schon im letzten Jahr miterleben durften, war die Regatta auch in diesem Jahr eine tolle und bestens organisierte Veranstaltung und es war toll, dabei sein zu können! In den Klassen Europe, 420er und 29er waren über 150 Teilnhemer aus 13 Nationen angereist. Das Feld der Europes ist im Vergleich zum letzten Jahr weiter gewachsen, sodass wir nun mit 95 Booten auf einer Bahn waren und acht anspruchsvolle Wettfahrten in drei Tagen segelten. Nicht nur das hohe Niveau des Feldes, das von vielen als "Europameisterschaftswürdig" beschrieben wurde, sondern auch die vorherrschende Wetterlage und das Revier, machten die Regatta zu einem tollen Segelerlebnis!


Jeden Morgen war für 09:00 der erste Start geplant, sodass wir den reviereigenen ablandigen Wind jeden Vormittag für mindestens zwei Läufe nutzen konnten. Während am ersten Wettfahrttag auch noch ein dritter Lauf problemlos gelang, warteten wir am zweiten Tag etwa eine Stunde bei Flaute auf dem Wasser, bis der Seewind mit guten 3-4Bft einsetzte und wir noch eine dritte Tageswettfahrt segeln konnten. Am dritten Tag mussten wir uns von Sonne und beinahe 20°C an Land verabschieden und segelten bei wahrhaftig winterlichen Bedingungen zwei Wettfahrten bei immer wieder drehendem und letztenendes stark abflauendem Wind. Die gesamte Zeit über stand eine recht lange Dünung entgegen der Windrichtung und eine zwar eher leichte, aber dennoch wichtige, Strömung fast aus Windrichtung.


Am Ende konnte sich Tobias Hemdorff (DEN) bei den Männern durchsetzen und gewann souverän vor Veith Nicklas (ESP) und Ivan Moreno (ESP). Bei den Frauen gewann Ascensión Roca (ESP) vor Petra Smidova (CZE) und Claudia Juan Vigar (ESP).

 

Unter 95 teilnehmenden Europes waren mein Bruder Jan und ich dieses und letztes Jahr die einzigen Deutschen, doch vielleicht werden es ja nächstes Jahr mehr sein, die diese wunderbare Regatta vor Beginn der "deutschen" Saison wahrnehmen und dabei sind beim ersten Event des Jahres...!??


2011

Beste Deutsche bei int. Regatta in Bordeaux

Vom 29.10. bis 1.11. fand in der Nähe von Bordeaux der 42. Grand Prix de l’Armistice statt. Der Cercle de la Voile de Bordeaux-Carcans-Maubuisson richtete auf dem größten Binnensee Frankreichs eine tolle viertägige Regatta aus, bei der zahlreiche Bootsklassen zwischen Opti, Europe, Finn, 470er und 505er an den Start gingen. Das Feld der Europes war das größte und wohl auch das internationalste! 105 Teilnehmer waren aus fünf Ländern angereist, um in zwei Startgruppen 10 geplante Wettfahrten auszusegeln – darunter 7 Deutsche. Von unserem Trainer Lars wurden Daniel, Sascha, Moritz, Arne, Lukas, mein Bruder Jan und ich, sowie fünf der belgischen Segler betreut, sodass wir eine schöne und gut funktionierende Gruppe beim Einsegeln, Austauschen und Besprechen hatten.

 

Die Regattatage waren gekennzeichnet von einem Hochdruckgebiet, welches zwar sonnige 20°C brachte, allerdings auch dafür verantwortlich war, dass die zu segelnden Wettfahrten nur sehr langsam zusammenkamen… Das Ergebnis des ersten Tages waren leider lediglich zwei verwartete Stunden auf dem Wasser und ein Startversuch. Keine besonders große Ausbeute. Am zweiten Tag ging es schon ein bisschen besser, sodass wir nachmittags einen Lauf bei leichtem Wind und daher schwierigen Bedingungen, über die Bühne bekamen. Am dritten Tag aber war uns der Wind besser gesonnen: bei 1-3 Beaufort schafften wir drei Läufe in beiden Gruppen.

Die Bedingungen waren sehr wechselhaft und der drehende Wind schaffte anspruchsvolle Rennen. Nachdem wir uns an diesem letzten Abend bei einer von der französischen Europe-KV ausgerichteten Feier noch ein wenig unter die Franzosen mischten und regionale Spezialitäten probieren durften, ging es am nächsten Morgen bei leichtem Regen noch einmal an die Startlinie. Diese Wettfahrt war ganz an der Spitze der beiden Felder stark von den Deutschen besetzt: In der einen Gruppe lieferten sich Daniel und Moritz ein interessantes Duell um den ersten Platz, bei dem sich Moritz‘ Bug letzten Endes doch einige Sekunden vor Daniels über die Ziellinie schob, in der anderen Startgruppe schaffte Luki einen tollen zweiten Platz. Die Mehrheit von „uns“ war also zum Abschluss der Regatta noch einmal sehr erfreut vom Wasser gekommen. Es war sehr schön zu sehen, wie gut es bei mir lief: So schaffte ich drei Top-ten Plätze, sowie einen 11. und als Streicher einen 16. Platz.

Bei der folgenden Siegerehrung wurde regionsbewusst eine Flasche Bordeaux-Wein an die Erstplatzierten (und 18-jährigen) übergeben… Die ersten fünf Plätze gingen wohlverdient nach Dänemark (1. Anna Livberg, 2. Frederik Rask, 3. Jacob Cholewa), das deutsche Team konnte sich in der Gesamtwertung nach fünf Wettfahrten wie folgt platzieren: 17. Lina, 18. Daniel, 22. Luki, 23. Arne, 30. Sascha, 34. Moritz, 60. Jan.

 

Der frühe Abend wurde für eine Fahrt an den nahen Atlantikstrand genutzt: eine tolle Atmospäre mit beinahe menschenleerem Strand, hohen Wellen, langsam untergehender Sonne,…

 

Wir blieben noch drei weitere Tage um zu trainieren. Direkt am Tag nach der Regatta kam das erwartete Tiefdruckgebiet und brachte nun wirklich herbstliches Wetter: 10°C, Regen, aber: Wind!! Bei 5-6 Bft konnten wir an den folgenden Tagen toll trainieren, Manöver und Techniken bei Starkwind üben und feststellen, was in den Wintermonaten noch alles verbessert werden sollte.

 

Nach sieben Tagen Segeln bleibt nun zu sagen, dass wir eine tolle Zeit im Süden Frankreichs hatten, mit Belgiern, Franzosen, Spaniern und Dänen neue Bekanntschaften gemacht und alte aufgefrischt haben und den größten Binnensee Frankreichs -3km vom Atlantik entfernt- von seinen unterschiedlichsten Seiten gesehen haben.

Ein großes Danke an Lars als Trainer, sowie an Bärbel, Hermann, Klaus-Peter und Franz als Shore-Crew!!


Jugend-EM in Travemünde

-> 16.Platz und zweitbeste Deutsche bei meiner ersten Jugend-EM!

Während der Travemünder Woche fand dieses Jahr für die Europes die Jugend-Europameisterschaft statt. Vom 23.-29.Juli fanden sich 75 Mädchen und 91 Jungen aus elf Nationen in Travemünde ein, um diese Meisterschaft auszusegeln.

Die ersten Tage wurden überschattet von VIEL Regen, sodass die Campingwiese am Grünstrand immer mehr einer Schlammwüste glich, Wohnmobile und Autos mit einem Traktor aus den tiefen schlammigen Reifenrillen gezogen werden mussten und die intensive Vermessung unter einigen Zelten und im Regen stattfand. Alle deutschen Teilnehmer der vorherigen IDJM mussten nicht die komplette Vermessung durchlaufen, da dies erst vor einigen Tagen geschehen war, sondern lediglich die Messpapiere überprüfen lassen. Angesichts des Wetters war das ein großer Vorteil!

Hinter einem kleineren Traktor ging es -im Regen- nach Ende der Vermessungen abends in Form einer Parade mit den Teams aller Nationen hintereinander zur Eröffnung. Da auf Grund unseres verfrühten Eintreffens am Zelt auf der Bühne noch eine betagtere Band aus Hamburg spielte, wurden wir kurzerhand eingeladen mit ihnen „What shall we do with the drunken sailor?“ zu singen. Eine interessante Improvisation, die die gesamte Stimmung sehr auflockerte. Die Nationalhymnen der teilnehmenden Länder (Deutschland als Gastgebernation, Frankreich, Spanien, Italien, Norwegen, Belgien, Schweden, Dänemark, Finnland, Polen und die Tschechische Republik) wurden zur Begrüßung eingespielt und sowohl Lutz Möller als Vorsitzender der Klassenvereinigung Deutschland, als auch der Organisator der Travemünder Woche hielten eine Rede, bevor die JEM offiziell eröffnet wurde.

Die 5 Regattatage hielten die ganze Palette an Wetter und Wind bereit: von völliger Flaute und im-Strom-treiben über schönes Segeln bei Mittelwind und Welle bis hin zu Starkwind war alles dabei. Während der ersten Wettfahrttage war morgens oft erst einmal Startverschiebung an Land angesagt, der Wind brauchte meistens bis mittags um sich richtig aufzubauen. Durch den Strom waren auf alle Fälle anspruchsvolle Bedingungen gegeben, die auch bei den Starts zu bemerken waren. Viele Segler bekamen während der Segeltage ein BFD, da sie vom Strom über die Startlinie gedrückt wurden...

Der letzte Tag hielt noch einmal wirklich sportliches Segeln bereit. Bei 5-6 Windstärken und einer sehr hohen Welle wurden die letzten zwei Läufe gesegelt.

Und damit standen die Sieger der diesjährigen Jugend-EM fest!!

 

EUROPE Jungen

1

SWE 45

Bengtson, Emil

2

SWE 8

Höglander, Marcus

3

SWE 21

Gipperth, Albin

 

EUROPE Mädchen

1

SWE 2

Carlsson, Julia

2

DEN 23

Andersen, Christina

3

SWE 24

Gross, Julia

 

Und hier die Platzierungen der ersten Deutschen:

EUROPE Jungen: 6. Sverre Reinke, 27. Lukas Bußkamp, 28. Daniel Hagen

EUROPE Mädchen: 9. Marisa Roch, 16. Lina Rixgens, 29. Ann-Kathrin Frank


Torbole Meeting - Ostern am Gardasee

"Fünf Segler der SCV-Jugend bei der größten Regatta der Welt am Gardasee - Kira Odendahl, Julian Blumenthal, Luca Rixgens, Jan Rixgens und Lina Rixgens nehmen am Lake Garda Meeting und dem Torbole Meeting 2011 teil

 Um Ostern herum fand auch dieses Jahr wieder der erste Höhepunkt der internationalen Regatta-Saison statt: das Lake Garda Meeting für die Optis mit 850 Teilnehmern und einige Tage vorher das 13° Torbole Meeting - mit über 200 Seglern die größte Regatta des Jahres in der Europe. Neun Tage lang waren auf dem Gardasee in Italien 5 Segler vom SCV unterwegs... Die segelintensive Zeit für die Europe-Segler (Jan und Lina) begann direkt mit der bestens organisierten Regatta, die vom 16.-18. April stattfand. Nachdem der Hänger abgeladen, die Boote aufgebaut, wir die üblichen Meldeformalitäten hinter uns gebracht hatten und auch die zwei Trainer-Motorboote im Wasser waren, folgte eine erste Besprechung unserer Trainingsgruppe. Mittags startete die Regatta und alle Teilnehmer gingen aufgeteilt in drei Gruppen à ungefähr 75 Boote aufs Wasser. Bereits jetzt zeigte sich der Gardasee von seiner bekannten und beliebten Seite: gute 4 Beaufort wehten der Länge nach über den See und bauten eine kurze, steile Welle auf. Man merkte richtig, wie es Wettfahrt um Wettfahrt mit Bootshandling, Speed, und Taktik in diesem großen Feld besser wurde und man sich an Wind und vor allem Welle gewöhnte. Nach zwei weiteren Regatta-Tagen und insgesamt 9 Läufen konnten wir in diesem starken Feld sehr zufrieden mit unseren Platzierungen sein und genossen nach der Siegerehrung einen netten Ausklang des Tages im Ort. Für uns folgten nun sechs weitere Trainingstage, die geprägt waren von Taktik-Übungen bei Leichtwind an den Vormittagen und langen Kreuzen bei Starkwind an den Nachmittagen. Gründonnerstag begann nun bei den Optis die Regatta: Bestens organisiert, in Gruppen und verschiedene Startareas aufgeteilt, ist es jedes Jahr aufs Neue unglaublich zu sehen, wie immer mehr weiße Opti-Segel aus den Häfen des Geschehens -Riva und Torbole- auf den um die Mittagszeit spiegelglatten Gardasee herausgleiten. Während Kira auf der Bahn der Cadettis (Jahrgang 2000 und jünger) startete, segelten Julian und Luca schon bei den Juniores (Jahrgang 1999 und älter) mit. Bei nachmittags immer wieder gut zunehmendem Wind wurden zahlreiche anspruchsvolle Wettfahrten gesegelt, die allein schon wegen der Länge der Kurse, aber auch wegen der Stärke des Feldes, ein sehr hohes Niveau zeigten. Auch Ostersonntag ging es aufs Wasser – diesmal wurden die Finalrennen in den Fleets Gold, Silber, Bronze und Emerald ausgesegelt. Diese wunderbaren Segel- und Regattatage, welche zusätzlich durch geniales Frühlingswetter ergänzt wurden, ermöglichten uns Seglern sicherlich einen tollen Start in die Saison (auch wenn wir größtenteils den Winter durchgesegelt sind...) und so früh im Jahr schon einen Vergleich auf internationaler Ebene. Außerdem hatten sowohl wir Segler, als auch die „Landcrew“, die Möglichkeit sich untereinander noch besser kennen zu lernen, was wegen der seglintensiven Wochenenden ansonsten bekanntermaßen immer recht kurz kommt. Ebendieser Landcrew, sprich unseren Eltern, möchte ich nun noch ganz herzlich dafür danken, dass sie ihren Urlaub in Torbole am Gardasee verbracht haben und uns damit die Möglichkeit gaben das größte Event des Jahres in Opti und Europe zu erleben!!" -Lina Rixgens

Training in Kalövig/DEN, (c) Lutz Möller
Training in Kalövig/DEN, (c) Lutz Möller