Bevor ich im Oktober 2009 für 200 Tage mit dem Projekt "High Seas High School" auf Reisen gegangen bin, habe ich diese Website erstellt um Freunden, Verwandten und sonstigen Interessierten eine Möglichkeit zu geben, meine Reise mitzuverfolgen.
Auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland möchte ich Euch weiterhin über größere Segelevents und ähnliches auf dem laufenden halten...
Segelschiffe zur Abwechslung einmal von Land aus - eine Woche auf Formentera/Balearen :)
4.Platz bei der ersten JEM-Ausscheidung
Auf dem Schweriner See fand am vergangenen Wochenende, dem 28./29.April, die erste Ausscheidungsregatta für die Jugendeuropameisterschaft 2012 statt. 41 Teilnehmer waren gekommen, um sich für die Startplätze des deutschen Teams für die JEM zu qualifizieren, die zweite Ausscheidungsregatta findet Pfingsten im Rahmen des Young Europeans Sailing in Kiel statt.
Am Samstag trafen wir eher schwierige Windbedingungen an: es herrschte leichter und immer wieder drehender Wind mit vielen Böenfeldern und Flautenlöchern... In den drei Tageswettfahrten konnte ich mich auf den Plätzen 13, 3 und 4 platzieren, womit ich am Ende des Tages auf Platz 4 lag. Eine vierte Wettfahrt wurde noch gestartet, jedoch auf dem letzten Vorwindkurs abgebrochen, weil der Wind komplett weggegangen war und an ein ins-Ziel-kommen nicht mehr zu denken war. Nach kurzem Warten auf dem Wasser wurde schließlich entschieden, keinen weiteren Start mehr zu versuchen.
Der Sonntag brachte frischen Wind und so konnten wir bei 3-4 Windstärken noch einmal drei Läufe fahren. Bei mir lief es auch am Sonntag sehr gut und ich konnte mich somit mit den Platzierungen 4, 8 und 9 auf dem vierten Gesamtrang halten.
Gewonnen hat die Regatta Sverre Reinke, Zweite wurde Jannika Puls und Dritter Moritz Brückner. Einen großen Dank an dieser Stelle an die netten Organisatoren und Helfer des Segelclub Schwanenhalbinsel Schwerin - es war ein sehr schönes Wochenende!
Torbole Meeting und Training am Gardasee
Zum diesjährigen Torbole Meeting am Gardasee trafen sich vom 01.-03. April 160 Teilnehmer aus ganz Europa. Vertreten waren die Länder Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Spanien, die Tschechische Republik und als ausrichtende Nation natürlich auch Italien. Das deutsche Team ging mit 23 Booten an den Start.
Einige gingen schon am Samstag für ein paar Probeschläge aufs Wasser, die anderen Teilnehmer und auch die Trainer reisten bis Sonntag morgen an.
Die Wetterverhältnisse waren -anders als in den meisten Jahren zuvor- sehr schwierig vorhersagbar und wiesen große Unterschiede zu der normalerweise herrschenden Thermik auf.
Am ersten Wettfahrttag setzte gegen 10:00 Südwind ein, sodass pünktlich um 12:30 gestartet wurde. Eingeteilt in zwei Gruppen segelten wir eine Wettfahrt bei 5-6 Bft, was für viele als „Saisonauftakt“ schon mehr als genug war. Nachdem der Wind sich durch die Ora (den thermischen Südwind) während der Wartezeit nochmals auf bis zu 8 Windstärken verstärkte, entschied die Wettfahrtleitung die Startverschiebung an Land zu verlegen und schickte uns alle in den Hafen. Trotzdem forderte der erste Tag schon einiges an Tribut am Material. Als der Wind am späten Nachmittag immer noch nicht nachließ, wurde für den Tag abgebrochen.
Der nächste Tag brachte eine recht gewöhnliche Ora mit 5-6 Bft, welche drei anspruchsvolle Wettfahrten bei konstantem Wind möglich machte. Das Hauptprinzip dabei lautete: Frei starten, hohe Bootsgeschwindigkeit halten und Streckbug fahren...
Dies blieb auch am dritten Wettfahrttag so. Während beim Einsegeln noch 3 Windstärken wahre Frühlingsgefühle aufkommen ließen und mir Hoffnung auf ein paar gute Platzierungen machten, verwandelte sich der See genau mit dem Fünf-Minuten-Signal in eine Wasserlandschaft aus kurzen, steilen Wellen mit 5-6 Beaufort starkem Wind. Für weitere drei Wettfahrten waren noch einmal Kondition, Durchhaltevermögen und Konzentration gefordert.Hängen, hängen, hängen lautete die Devise....
Nach sieben Wettfahrten stand nun der wohlverdiente Gewinner der Regatta fest: Mit sechs ersten Plätzen (!!) gewann Mathias Livbjerg aus Dänemark vor John Diedrichs aus Schweden und Tobias Hemdorff (DEN). Beste Deutsche waren Peter Niklas Nagel auf Platz 25, Sverre Reinke auf Platz 26 und Lukas Busskamp auf Platz 37.
Mit knapp 20 deutschen Booten blieben wir noch vier Tage in Torbole zum Training. Auf dem Wasser war bei meistens starkem Wind hartes Trainieren angesagt und auch an Land machten wir viel Athletik. Während der morgenlichen Flauten blieb außerdem genug Zeit um über die aktuellen Saisonziele zu sprechen. Auch wenn wir wegen der schwierigen Windverhältnisse nicht so viele Trainingsstunden auf dem Wasser verbringen konnten wie vielleicht im vergangenen Jahr, so war es doch auf jeden Fall ein sehr anspruchsvolles und erfolgreiches Training, das zu Beginn der Saison gezeigt hat, wo man international steht, welche Arbeit sich ausgezahlt hat und woran bis zum Saisonhöhepunkt noch gearbeitet werden muss.
Nachdem das offizielle Training am Samstag sein Ende fand, wir aber noch bis Ende der Opti-Regatta am darauffolgenden Tag bleiben mussten, gingen mein Bruder Jan und ich Ostersonntag noch einmal mit Jeremi aus Polen eine Runde segeln. Das war eine tolle Möglichkeit für Speedvergleiche auf Amwind- und Vorwindkurs bei Mittelwind, hat viel Spaß und vor allem Vorfreude auf die kommende Saison gemacht!!
Training am Grevelinger Meer / NL
Unsere Gruppe aus NRW
Nach zwei Monaten "Zwangssegelpause" wegen eingefrorener Seen ging es jetzt endlich wieder aufs Wasser!! Am 3./4.März trainierten wir mit 10 Europes auf dem Grevelinger Meer in den Niederlanden. Das Zeil- en Surfcentrum Brouwersdam bot uns eine gute Unterkunft und nette Leute in Restaurant und auf der gesamten Anlage, auch wenn die Slipbahn etwas schwierig zu nutzen war, da sie sich gerade noch im Umbau befindet...
Wir hatten zwei tolle Tage auf dem Wasser und konnten durch viele kleine Rennen und Speedangleiche super wieder reinkommen nach der verhältnismäßig langen Pause.
Ich freue mich auf die neue Saison!!
Nächstes Event: Torbole Meeting am Gardasee! :)
Grevelinger Meer
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Erste Regatta des Jahres: Blanes (SPANIEN)
Die Regattasaison 2012 hat angefangen!! Vom 02.-05.Januar fand im spanischen Blanes die 13. Auflage des International Grand Prix Vila de Blanes statt - ich war dabei.
Wie wir schon im letzten Jahr miterleben durften, war die Regatta auch in diesem Jahr eine tolle und bestens organisierte Veranstaltung und es war toll, dabei sein zu können! In den Klassen Europe, 420er und 29er waren über 150 Teilnhemer aus 13 Nationen angereist. Das Feld der Europes ist im Vergleich zum letzten Jahr weiter gewachsen, sodass wir nun mit 95 Booten auf einer Bahn waren und acht anspruchsvolle Wettfahrten in drei Tagen segelten. Nicht nur das hohe Niveau des Feldes, das von vielen als "Europameisterschaftswürdig" beschrieben wurde, sondern auch die vorherrschende Wetterlage und das Revier, machten die Regatta zu einem tollen Segelerlebnis!
Jeden Morgen war für 09:00 der erste Start geplant, sodass wir den reviereigenen ablandigen Wind jeden Vormittag für mindestens zwei Läufe nutzen konnten. Während am ersten Wettfahrttag auch noch ein dritter Lauf problemlos gelang, warteten wir am zweiten Tag etwa eine Stunde bei Flaute auf dem Wasser, bis der Seewind mit guten 3-4Bft einsetzte und wir noch eine dritte Tageswettfahrt segeln konnten. Am dritten Tag mussten wir uns von Sonne und beinahe 20°C an Land verabschieden und segelten bei wahrhaftig winterlichen Bedingungen zwei Wettfahrten bei immer wieder drehendem und letztenendes stark abflauendem Wind. Die gesamte Zeit über stand eine recht lange Dünung entgegen der Windrichtung und eine zwar eher leichte, aber dennoch wichtige, Strömung fast aus Windrichtung.
Am Ende konnte sich Tobias Hemdorff (DEN) bei den Männern durchsetzen und gewann souverän vor Veith Nicklas (ESP) und Ivan Moreno (ESP). Bei den Frauen gewann Ascensión Roca (ESP) vor Petra Smidova (CZE) und Claudia Juan Vigar (ESP).
Unter 95 teilnehmenden Europes waren mein Bruder Jan und ich dieses und letztes Jahr die einzigen Deutschen, doch vielleicht werden es ja nächstes Jahr mehr sein, die diese wunderbare Regatta vor Beginn der "deutschen" Saison wahrnehmen und dabei sind beim ersten Event des Jahres...!??
Fotos gibt es hier
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Letztes Training des Jahres
Am 10./11.Dezember fand nun das letzte Wintertraining des Jahres 2011 statt. Wir wurden vom Duisburger Segel-Club (DSC) mit einem warmen und gemütlichen Clubhaus willkommen geheißen und konnten diese zwei Tage auf der Sechs-Seen-Platte bei Duisburg bestens nutzen.
Mit 8 Europes konnten wir nicht nur die geographischen Besonderheitem des Sees kennen lernen und uns mit den Eigenschaften der Winddreher dieses Binnenreviers vertraut machen, sondern auch Starts ohne Ende üben, Manöver weiter verfeinern und kleine Rennen fahren.
Gleichzeitig mit uns hatte auch das Sailing Optimist Team HaWei Training, sodass wir an Land und auf dem Wasser ein wenig Werbung für die Europe machen konnten und Opti-Eltern und -Seglern zeigen konnten, dass es nach der Zeit im Opti auch noch andere Möglichkeiten als Laser oder 420er gibt...
Ich wünsche allen Freunden, Seglern und am Segeln Interessierten eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!!
10.Platz auf der Gesamtjahresrangliste 2011!!
Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben und somit dazu beigetragen haben, die Saison 2011 für mich in dieser Art und Weise möglich zu machen!
Erstes Wintertraining dieser Saison absolviert
Am vergangenen Wochenende (12./13.11.) waren wir das erste Mal in dieser Saison wieder auf einem Binnensee in NRW segeln... Auf dem Königshütte See bei Krefeld trainierten wir zwei Tage lang bei schon sehr eisigen Temperaturen, Samstag bei Sonne und guten 3 Bft, Sonntag im sich nicht lichten wollenden Nebel bei 1-3 Bft. Auf dem Programm standen Starts, Starts und noch mal Starts, dazwischen kurze Rennen, das Trainieren des vorausschauenden Segelns bei Winddrehern, sowie Rollwenden und -halsen. Nach genug Wendeduellen wird einem dann auch wieder warm... ;-)
Das nächste Training wird am 11./12.12. stattfinden, sofern der See dann noch eisfrei ist...
Beste Deutsche bei internationaler Regatta in Bordeaux
Vom 29.10. bis 1.11. fand in der Nähe von Bordeaux der 42. Grand Prix de l’Armistice statt. Der Cercle de la Voile de Bordeaux-Carcans-Maubuisson richtete auf dem größten Binnensee Frankreichs eine tolle viertägige Regatta aus, bei der zahlreiche Bootsklassen zwischen Opti, Europe, Finn, 470er und 505er an den Start gingen. Das Feld der Europes war das größte und wohl auch das internationalste! 105 Teilnehmer waren aus fünf Ländern angereist, um in zwei Startgruppen 10 geplante Wettfahrten auszusegeln – darunter 7 Deutsche. Von unserem Trainer Lars wurden Daniel, Sascha, Moritz, Arne, Lukas, mein Bruder Jan und ich, sowie fünf der belgischen Segler betreut, sodass wir eine schöne und gut funktionierende Gruppe beim Einsegeln, Austauschen und Besprechen hatten.
Die Regattatage waren gekennzeichnet von einem Hochdruckgebiet, welches zwar sonnige 20°C brachte, allerdings auch dafür verantwortlich war, dass die zu segelnden Wettfahrten nur sehr langsam zusammenkamen… Das Ergebnis des ersten Tages waren leider lediglich zwei verwartete Stunden auf dem Wasser und ein Startversuch. Keine besonders große Ausbeute. Am zweiten Tag ging es schon ein bisschen besser, sodass wir nachmittags einen Lauf bei leichtem Wind und daher schwierigen Bedingungen, über die Bühne bekamen. Am dritten Tag aber war uns der Wind besser gesonnen: bei 1-3 Beaufort schafften wir drei Läufe in beiden Gruppen.... hier weiterlesen
Internationale Deutsche Meisterschaft
Vom 30.09. bis 03.10.2011 fand die Internationale Deutsche Meisterschaft der Europe-Klasse, sowie die Europe-Masters am Dümmer See beim SCD statt. Nachdem zwei der drei Wettfahrtstage wegen des noch allzu sommerlichen Wetters und mangels Wind „verwartet“ werden mussten und die einzige gestartete Wettfahrt wieder abgebrochen wurde, setzte man den Start für den dritten Tag auf 08:00. Die 86 Teilnehmer segelten nun bei Wind zwischen 2 und 4 Windstärken fünf Wettfahrten aus; die Deutsche Meisterschaft ist gesichert. Das hohe Niveau des Feldes wurde neben dem beinahe kompletten deutschen WM-Team ergänzt durch WM-Teilnehmer aus Belgien, sowie durch vier Top-Segler aus Dänemark (u.a. der aktuelle Weltmeister Tobias Hemdorff, der Gewinner der Open Week 2011 Mathias Livbjerg, die Jugendeuropameisterin 2010 Anne-Line Lyngsö-Thomsen und den Segelmacher der Green-Sails Jorgen Holm). Nach einem anspruchsvollen Tag auf dem Wasser standen die Sieger der diesjährigen deutschen Meisterschaft, die gleichzeitig Qualifikationskriterium für die kommende WM ist, fest. Obwohl Damen und Herren zusammen starteten, wurden sie getrennt gewertet: Bei den Damen siegte Janika Puls (LYC) vor Anne-Line Lyngsö-Thomsen (Dänemark) und Mareike Siefker (SVH), bei den Herren konnte sich Mathias Livbjerg (Dänemark) vor Tobias Hemdorff (Dänemark) und Sverre Reinke (WVBL) durchsetzen. Die Europe-Masters, für Damen ab 30 und Herren ab 35 Jahren, wurden von Juliane Hofmann (PSV) gewonnen.
Ich persönlich startete leider mal wieder mit einem BFD in die Wettfahrtserie, konnte dies aber durch einen 4. und einen 3. (7. und 5. Platz
gesamt) und zwei weitere recht akzeptable Läufe wieder gutmachen, sodass insgesamt ein 8.Platz bei den Damen für mich herauskam. Damit bin ich ziemlich zufrieden, ohne den Frühstart wäre es
natürlich besser gewesen, aber das wissen wir ja bereits.....
Die IDM war bereits die zweite Europe-Meisterschaft in diesem Jahr beim Segler-Club-Dümmer. Erneut zeugte sie von bester Organisation und einer
guten Wettfahrtleitung, leider jedoch auch von einem See, der inzwischen so weit verunreinigt ist, dass es nur noch bedingt Spaß macht, dort Wassersport zu betreiben. Wer segelt schon gerne auf
einem schlammig-grünen Wasser, in dem ab und zu ein toter Fisch am Boot vorbeischwimmt und dessen Gestank inzwischen schon das ganze Ufer eingenommen hat.....? In Anbetracht dieser ökologischen
Katastrophe sind die Leistungen des SCD-Teams umso höher zu bewerten. Wir Europe-Segler haben die Unterschriftenaktion der Wettfahrtgemeinschaft Dümmer an die Landesregierung in Hannover
selbstverständlich unterstützt. Wir hoffen gemeinsam mit den Segelfreunden und Anrainern des Dümmers, dass die Landesregierung nun endlich reagiert, damit ab 2012 allen Besuchern der
Dümmer-Region eine halbwegs intakte Natur präsentiert werden kann. Dann können auch in Zukunft solche Regatten wir diese Meisterschaft stattfinden.
Landesjugendmeisterschaft 2011
Der neue Landesjugendmeister von Nordrhein-Westfalen steht fest! Am 10./11.09.2011 fand am Sorpesee im Sauerland die diesjährige LJM im Rahmen
der Iserlohner Glasenuhr statt. Nach vier Wettfahrten bei Bedingungen zwischen 1-4 Beaufort, Böen und Flaute, Regen und Sonne, stand am Sonntag nachmittag der Sieger dieser mit 15
Teilnehmern für "NRW-Verhältnisse" gut besuchten Regatta fest. Daniel Hagen (SLS) gewann den Titel und konnte sich vor Lukas Bußkamp (KSK) und Till Gusky (Bremen) druchsetzen. Ich belegte den
6.Platz und war damit erste Juniorin aus NRW. Dieses Jahr blieb zwar die Ehrung für die Mädchen aus und es gab lediglich eine Gesamtwertung, aber das ist ja nicht das Wichtigste. Die Regatta hat
Spaß gemacht und es war toll, nach einer ja doch recht langen Pause nun wieder zu segeln!!
WM 2011 am Comer See (ITA)
--> für mich meine erste Weltmeisterschaft, die mir unglaublich viel Erfahrung, Motivation und einen 61.Platz gebracht hat (an den Frühstarts wird noch gearbeitet!)
--> Fotos siehe Galerie
Die gewöhnliche Thermik ist endlich da!!
Nach vier Wettfahrtstagen hatten wir erst zwei klägliche Läufe bei unwirtlichen Bedingungen geschafft. Langsam merkte man der Wettfahrtleitung die aufsteigende Nervosität an. Für Donnerstag wurde der Start auf 08:00 morgens gesetzt. um 05:00 aufzustehen noch bei Dunkelheit ist keine Freude..., erst recht nicht, wenn das alles nur für einen weiteren grauenhaften Lauf bei ziemlicher Flaute ist. Zumindest konnten wir einen schönen Sonnenaufgang hinter den Bergen sehen! Nach dem inzwischen schon alltäglich gewordenen Warten kam die große Überraschung: Wind. Thermik. Wahnsinn! Ergebnis: Zwei Wettfahrten bei konstanten 4-5 Bft.
Auch an den folgenden zwei Tagen setzte sich der Südwind mit 5 Windstärken durch und wir schafften an beiden Nachmittagen 3 konditionell fordernde, jedoch gute und faire Rennen.
Insgesamt wurden es also doch noch 11 Wettfahrten, die sich im großen und ganzen sehen lassen konnten. Der Veranstalter hat es geschafft, eine sehr schöne Weltmeisterschaft zu veranstalten, die einem sicherlich noch lange im Gedächtnis bleibt. Mir auf jeden Fall, da es meine erste war... :-)
Hier die Erstplatzierten bei den Damen und Herren:
WOMEN
1. ITA 1189, Silvia Zennaro
2. DEN 1757, Anna Lijvberg
3. GER 99, Jannika Puls -> BRONZE für Deutschland!
5. GER 82, Stine Paeper
MEN
1. DEN 1755, Tobias Hemdorff
2. ESP 6, Gerard Marín Julia
3. NOR 430, Magnus Andersen
24. GER 14, Sverre Reinke
... immer noch keine Wettfahrten!!
Mit neuer Motivation und der Hoffnung nun heute endlich starten und segeln zu können, wurden heute morgen die Boote aufgebaut und die allmorgendliche Besprechung angegangen. Der für 12:00 angesetzte Start musste aber leider verschoben werden. Obwohl sich das Wetter freundlicher gestaltete als am Tag davor und sogar die Sonne schien, konnte sich so früh noch keinerlei See-Thermik aufbauen. Also vertrieben wir uns die Zeit mit Sonnen oder im-Schatten-liegen-und-chillen bis einige Stunden später doch Wind aufkam und wir ausliefen. Wegen des lauen und drehenden Windes kamen viele erst sehr spät in der racing-area an. Der Kurs lag, Wind war da -wenn auch nicht sehr konstant, aber doch mit 2-4 Beaufort- und die rote Gruppe startete. Während die blaue Gruppe immer wieder wegen "Allgemeinem Rückrufs" erneut starten durfte, wuchs die dunkle Wolke über dem nahen Berg zu einer dunklen Wand an. Sie suchte sich nun ihren Weg ins Tal: bei starken Böen, noch stärkerem Regen und schon recht nahem Donner und Blitz wurden wir in den Hafen geschickt und der bereits gestartete Lauf wurde abgebrochen. Auch wenn das Gewitter nicht so heftig war wie einige Tage zuvor während der Open Week (wo viele Segel, Boote und Segler beschädigt und verletzt wurden), so war es sehr gerechtfertigt von Seiten der Wettfahrtleitung uns so schnell und zügig wie möglich in den Hafen zu schicken. Nach der nun schon bekannten und beliebten "Pasta-Party", wurde nach einer weiteren Stunde "Startverschiebung an Land" auch für heute komplett abgebrochen. Ein weiterer Tag ohne eine Wettfahrt, doch für morgen und die kommenden Tage ist sehr sonniges und warmes Wetter angesagt; wir glauben an Thermik und Wind. Nur der für Mittwoch geplante Lay-Day fällt leider ins Wasser. Es wird durchgesegelt - sofern wir Wind haben.
Regen, kein Wind und Startverschiebung
Nach einer regnerischen Nacht zeigte sich auch am Morgen kaum ein besseres Bild: grauer Himmel, Wolken, Regen und KEIN Wind. Sowohl Coach-Meeting, als auch Teambesprechung und Einteilung der Herren in die Gruppen blau und rot (die Damen starten alle zusammen) fanden planmäßig statt, doch danach hieß es für den restlichen Tag nur noch Startverschiebung. Also: warten, warten, warten. Durch den bedeckten Himmel konnte sich keine Thermik aufbauen, sodass der See -abgesehen von den Kreisen der Wassertropfen- auch den Nachmittag über spiegelglatt blieb. Gegen 16:00 wurde dann komplett abgebrochen für diesen ersten Tag und statt der AP-Flagge wurde die "Pasta-Flagge" gesetzt - eine extra gemalte Flagge für die allabendliche Pasta-Party. Der Club schrieb dazu: "we hope to have the pastasciutta at the end of the races not instead of the races".
Die diesjährige Weltmeisterschaft der Europes ist eröffnet!!
Nach fünf Tagen Open Week am Comer See folgten Anmeldung und Vermessung der Weltmeisterschaft. Gemeldet sind 73 Damen und 95 Herren aus den 13 Nationen Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal, Polen, der Tschechischen Republik, Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Neuseeland und Deutschland. Bei warmen Temperaturen, allerdings bei fortwährendem Regen, gingen alle die Vermessung an. Ohne schwerwiegende Probleme konnten die meisten diese bereits Samstag nachmittag beenden. Nachdem auch die letzten das Vermessen am darauffolgenden Tag erfolgreich hinter sich bringen konnten, fand am Abend die Eröffnungsfeier statt. Alle Nationen marschierten hintereinander in Teamkleidung und unter Ertönen der jeweiligen Nationalhymne auf eine Wiese in der Nähe des Clubs ein. Wegen der hohen Anzahl der schwedischen Segler wurde unter einigen die Bezeichnung einer "Schwedischen Meisterschaft mit internationaler Beteiligung" laut. Unter anderem der Bürgermeister Gravedonas, sowie Paul Deporter (von WINNER in Spanien) hielten Reden, anschließend wurde die Weltmeisterschaft 2011 offiziell für eröffnet erklärt.
Jugend-EM in Travemünde (23.-29.Juli 2011)
--> 16. Platz insgesamt und damit zweite Deutsche!! Ein toller unerwarteter Erfolg!
"Europe Event News - Hier erscheinen regelmäßig aktuelle News über laufende Europe Veranstaltungen wie z.B. IDJM, IDM, JEM oder WM. Die Beiträge werden von Lina Rixgens bereitgestellt."
Während der Travemünder Woche fand dieses Jahr für die Europes die Jugend-Europameisterschaft statt. Vom 23.-29.Juli fanden sich 75 Mädchen und 91 Jungen aus elf Nationen in Travemünde ein, um diese Meisterschaft auszusegeln.
Die ersten Tage wurden überschattet von VIEL Regen, sodass die Campingwiese am Grünstrand immer mehr einer Schlammwüste glich, Wohnmobile und Autos mit einem Traktor aus den tiefen schlammigen Reifenrillen gezogen werden mussten und die intensive Vermessung unter einigen Zelten und im Regen stattfand. Alle deutschen Teilnehmer der vorherigen IDJM mussten nicht die komplette Vermessung durchlaufen, da dies erst vor einigen Tagen geschehen war, sondern lediglich die Messpapiere überprüfen lassen. Angesichts des Wetters war das ein großer Vorteil!
Hinter einem kleineren Traktor ging es -im Regen- nach Ende der Vermessungen abends in Form einer Parade mit den Teams aller Nationen hintereinander zur Eröffnung. Da auf Grund unseres verfrühten Eintreffens am Zelt auf der Bühne noch eine betagtere Band aus Hamburg spielte, wurden wir kurzerhand eingeladen mit ihnen „What shall we do with the drunken sailor?“ zu singen. Eine interessante Improvisation, die die gesamte Stimmung sehr auflockerte. Die Nationalhymnen der teilnehmenden Länder (Deutschland als Gastgebernation, Frankreich, Spanien, Italien, Norwegen, Belgien, Schweden, Dänemark, Finnland, Polen und die Tschechische Republik) wurden zur Begrüßung eingespielt und sowohl Lutz Möller als Vorsitzender der Klassenvereinigung Deutschland, als auch der Organisator der Travemünder Woche hielten eine Rede, bevor die JEM offiziell eröffnet wurde.
Die 5 Regattatage hielten die ganze Palette an Wetter und Wind bereit: von völliger Flaute und im-Strom-treiben über schönes Segeln bei Mittelwind und Welle bis hin zu Starkwind war alles dabei. Während der ersten Wettfahrttage war morgens oft erst einmal Startverschiebung an Land angesagt, der Wind brauchte meistens bis mittags um sich richtig aufzubauen. Durch den Strom waren auf alle Fälle anspruchsvolle Bedingungen gegeben, die auch bei den Starts zu bemerken waren. Viele Segler bekamen während der Segeltage ein BFD, da sie vom Strom über die Startlinie gedrückt wurden...
Der letzte Tag hielt noch einmal wirklich sportliches Segeln bereit. Bei 5-6 Windstärken und einer sehr hohen Welle wurden die letzten zwei Läufe gesegelt.
Und damit standen die Sieger der diesjährigen Jugend-EM fest!!
EUROPE Jungen
|
1 |
SWE 45 |
Bengtson, Emil |
|
2 |
SWE 8 |
Höglander, Marcus |
|
3 |
SWE 21 |
Gipperth, Albin |
EUROPE Mädchen
|
1 |
SWE 2 |
Carlsson, Julia |
|
2 |
DEN 23 |
Andersen, Christina |
|
3 |
SWE 24 |
Gross, Julia |
Und hier die Platzierungen der ersten Deutschen:
EUROPE Jungen: 6. Sverre Reinke, 27. Lukas Bußkamp, 28. Daniel Hagen
EUROPE Mädchen: 9. Marisa Roch, 16. Lina Rixgens, 29. Ann-Kathrin Frank
Einen herzlichen Glückwunsch an alle Segler und Seglerinnen und an die Organisatoren, Trainer, Eltern und Helfer ein großes Dankeschön für die Ermöglichung dieser Jugend-EM in Deutschland – das erste Mal seit 22 Jahren...
Hier gibt es die kompletten Ergebnislisten: JEM Results
Int. Deutsche Jugendmeisterschaft 2011
"Europe Event News - Hier erscheinen regelmäßig aktuelle News über laufende Europe Veranstaltungen wie z.B. IDJM, IDM, JEM oder WM. Die Beiträge werden von Lina Rixgens bereitgestellt."
1.Wettfahrttag
Freitag morgen hatte der Wind kaum abgeflaut. Es wehte mit guten 5 Bft, die sich mit heftigen Böen auf 6 Bft steigerten, durch die kurzen Wellen war das Wasser des Dümmers aufgewühlt, das Slippen war schwierig und wurde sehr zögerlich angegangen. Doch kurz vor dem Start um 11:00 waren auch die letzten Boote auf dem Wasser, um die erste Wettfahrt des Tages und dieser Meisterschaft anzugehen. Unter anspruchsvollen Bedingungen galt es also einen langen Kurs abzusegeln -Dreieck, Schenkel, Dreieck-, der das Feld immer weiter auseinanderzog. Besonders die leichteren oder in der Europe noch unerfahrenen Segler hatten richtig zu kämpfen und zahlreiche (Tonnen) Manöver endeten ungeplanterweise mit einer Kenterung. Das am Dümmer bekannte Problem -die mangelnde Wassertiefe- war auch jetzt wieder präsent: viele blieben mit Mast oder Baum im schlammigen Grund stecken, verloren entweder zahlreiche Plätze oder mussten den Lauf komplett aufgeben. (Die Masten sind glücklicherweise alle heil geblieben...)
Während vom Startschiff aus "Startverschiebung an Land" angeordnet wurde, zogen einige weitere heftige Regenböen durch und wir warteten an Land ca. zwei Stunden, bis nachmittags bei etwas weniger Wind die zweite Wettfahrt gestartet wurde. Viele waren nun dankbar über die verkürzte Bahn - "nur" noch ein Dreieck und ein Schenkel.
Bisher waren die Starts von Seiten der Segler noch recht gemäßigt vonstatten gegangen, doch beim Start zur dritten Wettfahrt waren trotz Black Flag fast 20 Leute über der Linie und holten sich somit ein BFD (und mussten zumindest vor dem Duschen nicht anstehen...). Bei dem darauf folgenden Start ging alles glatt und bei abnehmendem Wind fuhren wir eine letzte Wettfahrt. Das Feld war nun sehr dicht zusammen und an den Tonne bildeten sich große Pulke. Zum Zieldurchgang zeigte sich dann sogar noch kurz die Sonne, sodass man mit einem zufiredenen Gefühl nach drei geschafften Läufen in den Hafen fahren konnte.
2.Wettfahrttag
Am nächsten Morgen konnte man schon fast von einem Sommertag sprechen und das gestrige Wetter schien sich ein bisschen verzogen zu haben, doch schon bald verzog sich die Sonne wieder und der Wind frischte auf 4 Bft auf. Vier Wettfahrten waren für den heutigen Tag angesetzt worden und alle vier wurden zügig durchgezogen - die anfangs noch angesagte "Mittagspause" an Land wurde zur Freude der Meisten nicht gemacht. Starke und oft unvorhersehbare Dreher, die vom vorigen Tag bereits bekannte kurze Welle und der im Laufe des Tages zunehmende Wind machten das Segeln zeitweise schwierig und auf jeden Fall anspruchsvoll. Durch die Welle und das erlaubte Pumpen konnten die Raumschotkurse schnell abgesurft werden - auch wenn die Kreuzen lang und hart erkämpft waren. Nach einer letzten Wettfahrt mit nun wieder 5 Bft und mehr waren doch alle froh den seglerischen Teil des Tages schon am späten Nachmittag ausklingen lassen zu können.
Im Clubhaus fand am Abend ein leckeres Essen statt, in dessen Rahmen zahlreiche Fotos der ersten beiden Tage gezeigt wurden und drei Tagespreise verteilt wurden. Der geplante Abend mit "DJ Luke" fand leider keinen allzu großen Zuspruch, da alle nach diesem Tag erschöpft und müde waren, sodass sich die "gemütliche Runde bei guter Musik" bald auflöste.
3. Wettfahrttag
Die zwei ersten Segeltage haben ihre Spuren hinterlassen und (fast) alle wünschten sich einen Tag mit etwas weniger Wind. Doch dieser Wunsch wird nicht erfüllt. Das "Herbstwetter" ist zurück, es regnet, "windet" wieder ordentlich und jeder versucht, sich für die letzten zwei Wettfahrten noch einmal voll zu motivieren. Die Bedingungen sind ähnlich derer der vergangenen Tage und mit zwei schnell, aber fair durchgezogenen Läufen werden auch die achte und neunte Wettfahrt der Int. Deutschen Jugendmeisterschaft beendet.
Nach 9 Läufen an drei Tagen steht nun der Internationale Deutsche Jugendmeister 2011 fest:
| 1. | Sverre Reinke, GER 14 |
| 2. | Mattijs van Hooreweghe, BEL 890 |
| 3. | Lukas Bußkamp, GER 1443 |
| 4. | Daniel Hagen, GER 1553 |
| 5. | Peter Niklas Nagel, GER 81 |
| 6. | Henrik Bey, GER 1428 |
An alle einen herzlichen Glückwunsch!!
Die vollständige Ergebnisliste gibt es unter seglerinfo.de
Auch wenn die äußeren Bedingungen, sprich das Wetter, zeitweise schwierig zu bewältigen waren, war es eine bestens organisierte Meisterschaft, die ein tolles Team an Land und eine gute Wettfahrtleitung auf dem Wasser hatte!!
Lina Rixgens - GER 1652
Aktualisiert (Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 17:00 Uhr)
Vom 13.-17. Juli findet die diesjährige Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der Europe am Dümmer See (Niedersachsen) statt. Soweit möglich werdet ihr hier aktuelle Nachrichten des Tages finden, also schaut mal rein!!
"Fünf Segler der SCV-Jugend bei der größten Regatta der Welt am Gardasee"
Fünf jugendliche Segler des Segel-Club-Ville/Erftstadt-Liblar in den Bootsklassen Opti und Europe Ostern 2011 am Gardasee... den ganzen Artikel hier
ASV Offshore Challenge - meine erste Hochsee-Regatta an Bord der HASPA
Vom 19.-23.06. fand das "ASV Offshore Challenge" statt: Starthafen Edinburgh, rund Skagen, Ziel Kiel Leuchtturm. Im Rahmen des 50.Jubiläumsjahres organisierte der ASV Aachen diese einmalige Regatta, die die längste Hochseeregatta 2011 mit deutschem Start- oder Zielhafen ist. 8 Boote der verschiedendsten Klassen gingen am Sonntag, den 19.06. um 17:00 vor der Skyline Edinburghs an den Start.
Für mich war dies nicht nur meine erste Offshore-Regatta, sondern auch meine erste Regatta an Bord der "HASPA Hamburg", einem Schiff des Hamburgischen Verein Seefahrt.
Zu WM und Jugend-EM qualifiziert!!
Anfang Mai fand die erste Ausscheidungsregatta zu Welt- und Jugendeuropameisterschaften der Europe am Bodensee statt, das Young Europeans Sailing in Kiel Mitte Juni -besser bekannt als Pfingsbusch- wurde als zweite Qualifikationsregatta für die Jugendeuropameisterschaft gewertet.
Mit einem 10. Platz in Immenstad (Bodensee, 77 Teilnehmer) und einem 5. Platz in Kiel (85 Teilnehmer) konnte ich mich als
- jüngste deutsche Teilnehmerin für die WM und
- erstes Mädchen für die JEM
qualifizieren.
Da ich dieses Jahr noch überhaupt nicht damit gerechnet hatte, zur WM fahren zu können, war ich sehr positiv überrascht und freue mich unglaublich auf diese Meisterschaft!! Dabei zu sein, ist für mich diesmal wirklich alles.
Die WM findet vom 05.-13.08. am Comersee in Italien statt (siehe http://www.europeclasswc2011.com/), die JEM vom 23.-29.07. in Travemünde und damit seit 22 Jahren wieder in Deutschland (siehe http://europe-class.de/).
13° Torbole Meeting Gardasee
Vom 16.-18. April fand am Gardasee das 13.Torbole Meeting statt - die größte Regatta der Europe-Klasse mit 218 Teilnehmern aus zahlreichen Nationen!!
GER 40 - IDM 2010 Kiel-Schilksee in der "segeln" 02/2011
Saisonbeginn in Barcelona und Blanes
Start des BWR am 31/12/2010
Am 31.12.2010 startete in der katalanischen Hauptstadt das Barcelona World Race - wir waren dabei!!
14 Open 60s mit 28 Skippern aus acht Nationen an Bord starteten um 13:00 vor der einzigartigen Kulisse Barcelonas für vermutlich drei Monate auf See. Es herrschte eine erwartungsvolle Spannung, viele Zuschauer bevölkerten den der Altstadt nahen Strand und das Gelände um das W-Hotel herum. Das gesamte Hafengelände war voller Fahnen, Plakate und Banner, das Event wurde sehr in der gesamten Stadt und Umgebung vermarktet...
Für mich war es eine sehr eindrucksvolle erste Begegnung mit dieser Offshoreracing-Szene!
mehr Infos zum Barcelona World Race sowie die aktuellen News und Platzierungen gibt es unter http://www.barcelonaworldrace.org/en/
Vom 2.-5. Januar fand in Blanes, etwa 50km weiter nördlich von Barcelona, der International Grand Prix Vila de Blanes 2011 statt. An der Katalanischen Meisterschaft der Europes und 420er, dem ersten Event des Jahres, nahmen Segler aus vielen Nationen teil. Die Regatta wurde vom Club Vela de Blanes bestens organisiert und fand viel Begeisterung sowohl bei den Seglern, als auch bei den Begleitern und Trainern. Leichte und leider teilweise sehr instabile Winde und milde Temperaturen machten die Tage in Spanien auf seglerische und kommunikative Weise sehr reizvoll.
Ergebnislisten, Fotos und Berichte gibt es unter http://sites.google.com/site/igpvblanes/
Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft in Flensburg
Vom 28.-31.Juli 2010 wurde die diesjährige Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der Europe-Klasse auf der Flensburger Förde ausgesegelt.
An den Start gingen 74 Europes, darunter viele aus Belgien und Dänemark. An allen drei Regattatagen war viel Wind. --Zumindest für Europes. Am Freitag war es wirklich grenzwertig, der Wind wehte
schon morgens mit 5 Beaufort und nahm während der 1. Wettfahrt auf gute 6-7 zu. Für viele zu viel Wind... Es gab einige Materialschäden. Die Wettfahrtleitung schaffte es pro Tag drei Rennen
durchzuziehen und insgesamt war die Regatta super organisiert.
Der erste Platz ging nach Dänemark und mit dem zweiten Platz wurde Sverre Reinke erster Deutscher.
Kieler Woche mit 100 Europes
Das größte Segelevent Deutschlands, die Kieler Woche, fand dieses Jahr vom 19.-27. Juni statt. Mehr als 1500 Teilnehmer aus vielen Nationen waren gekommen, um im ersten Teil der Regatta die Gewinner der olympischen Bootsklassen und im zweiten Teil die der internationalen Klassen zu ermitteln.
15 internationale Bootsklassen waren vertreten, die in den folgenden vier Tagen auf sieben Bahnen der Kieler Außenförde segeln würden...
High Seas High School - Das segelnde Klassenzimmer
01.05.2010 - Der letzte Tagesbericht
Ende gut, alles... Anfang?
Datum: 01.05.2010
Name des Verfassers: Lina Rixgens
Position: Glücksstadt, Elbe, Hamburg, Köln
Wetter: Sonne, Regen, Wind und Wolken
Etmal: 24 sm und 450 rm (road miles)
Manche Leute tanzen in den Mai. Wir haben in den Mai hinein Krabben gegessen, lachend auf der Pier gestanden, redend und Schokolade essend in der Messe gesessen, die letzten Stunden in unseren
Kojen gelegen und uns den kommenden Tag versucht, vorzustellen.
Irgendwann haben wir letzteres aufgegeben. So etwas konnten wir uns nicht vorstellen. Wie auch? Wir waren doch noch hier, auf der Johnny, in irgendeinem Hafen, saßen zusammen in der Messe, es war
fast wie immer. Sich innerlich auf den morgigen Tag vorzubereiten war nicht möglich. Auf was würde man sich vorbereiten?
Auf eine außergewöhnlich toll mit Flaggen geschmückte Johnny? Darauf, stolz zu sein, die Flaggen aller Länder zu sehen, die wir besucht und erlebt haben? Auf die schneidende Kälte, die uns auch
nach einem tollen Sonnenaufgang umgab? Auf das Vorbeiziehen der Tonnen? Auf ein letztes Mal Klüver packen? Auf die Nationalhymne, die für uns gespielt wurde, als wir die Elbe hoch fuhren?
Vielleicht auf Klaus Schade, der uns eine Tüte mit Mars von einem Motorboot aus herüber reichte? Oder auf die Musik, die aus einem Radio aus der Brücke mit kläglichem Gesang über das Deck
waberte? Auf die Stimmung beim Frühstück, die geradezu geladen war mit Spannung, Erwartung und Neugier? Etwa auf das zusammen packen unserer letzten Sachen? Oder auf das Vorüberziehen von
Blankeneese? Auf das ständige Näherkommen der Skyline Hamburgs?
Wie sollten wir uns vorbereiten auf die vielen Krähne, Frachter, Container und Docks, die wir vor 197 Tagen hinter uns gelassen hatten und die nun vor unserem Bug lagen? Wie auf den Blick oben
vom Mast aus auf das Boot der Presse, die Amphitrite und das Schiff der Lietzer? Wie auf das langsame aber sichere Öffnen der Brücke? Auf die vielen Menschen, die dort extra an die Pier gekommen
waren, um uns willkommen zu heißen, die uns zeigten, wie lange wir wirklich weg waren? Wie auf das lange Tuten der Johnny? Und auf die letzten Meter bis zur Pier, das viele Winken, die vertrauten
Gesichter, das Leinen rüber geben, das Ausbringen der Gangway, die erste Umarmung oder die Freudentränen?
Es ist nicht möglich, sich auf all das vorzubereiten.
Ein riesiges Abenteuer ist nun zu Ende, doch der Alltag wird für uns anfangs ebenfalls ein großes Abenteuer darstellen. Ein Abenteuer anderer Art. Einerseits so vertraut, andererseits ganz
anders, da wir selbst uns verändert haben und unsere Umgebung anders wahrnehmen werden.
Ich danke allen Leuten, die mir diese geniale Zeit ermöglicht haben - ganz besonders Oma und Opa, Mama und Papa, Omi und Opa.
Isa, die Zeit mit dir an Bord war wundervoll!
Finn, Paul, Lotte, Sophie, Path, Fabi, Chris, Sams, Martti, Anni, Lö, Mascha, Timmi, Momo, Nici, Michel, Julia, Wim, Muri, Keno, Franz, Solli, Flo, Leo, Steffi, Bine, Carmen: Ihr wisst genau so
gut wie ich, dass wir Höhen und Tiefen hatten und dass nicht alles nur Pustekuchen war. An die schönen Dinge erinnern wir uns vielleicht eher, als an die weniger schönen, doch genau aus diesen
weniger schönen Erlebnissen haben wir am meisten gelernt und mitgenommen. Es war eine geile Zeit.
Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt. - Mark Twain
Ganz liebe Grüße,
eure Lina
1.Mai 2010 - Nach 14.300 Seemeilen wieder in Hamburg
Am 1.Mai 2010 erreichten wir Hamburg. 14.300sm liegen in unserem Kielwasser, 200 Tage lang waren wir unterwegs.
Gegen 10:30 kam die Skyline von Hamburg in Sicht, im Sandtorhafen legten wir eine halbe Stunde später an - genau dort, wo wir vor gut sechs Monaten an Bord gegangen waren.
Es war überwältigend, Familie, Freunde und Verwandte nach solch einer langen Zeit mit unglaublich vielen intensiven und unterschiedlichsten Eindrücken wieder zu sehen.
14. März 2010 - Bermuda !
Datum: 14. März 2010
Position: 31°20,9′N, 066°30,2′W
Name: Steffi Jung, Uwe Lohmeyer, Sophie Pieterek, Mascha Ritter
Heute ist Sonntag und noch sind wir auf See. Unser Ziel sind die Bermudas, die wir vorraussichtlich am Montag gegen Morgen anlaufen werden. Wir hatten die letzten zwei Tage Sturm, ....
22. Februar 2010 - Havanna !
Logbuch der “Johann Smidt” (16)
22. Februar 2010
Tag: 22. Februar 2010
Position: neun Meilen vor Havanna/Kuba; 23°10,9’N, 082°30,5’W
geschrieben von: Klaus Schade, Steffi Jung
21. Februar 2010 - Schiffsübergabe zwischen Mexiko und Havanna
Datum: 21. Februar 2010
Position: 23°11′N, 085°05′W
Wetter: tagsüber grau; nachts Regen, Sturm und Gewitter
Etmal: -
geschrieben von: Lina Rixgens
Regen peitscht übers Deck. Er prasselt so stark herunter, wobei er vom Wind beinahe waagerecht weggeweht wird, dass die Sicht auf wenige Meter begrenzt ist. Blitze zucken am Horizont und machen
die Nacht für einige Sekunden zum Tag. Das Gewitter kommt näher. Die Intervalle der Dunkelheit werden kürzer. Es sieht unheimlich aus, ..... lest weiter
!
Über das HSHS-Projekt
Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren segeln auf einem traditionellen Segelschiff über die Weltmeere. Die Route führt von Deutschland zu den kanarischen Inseln, über den Atlantik in die Karibik, nach Mittel– oder Südamerika und Kuba, um dann nach 7 Monaten wieder in Deutschland festzumachen.
Dieses Projekt ist keine pädagogische Utopie, sondern eine Schule auf dem Meer, die "High Seas High School – Das segelnde Klassenzimmer®" (HSHS).
Lina Rixgens


